Streckensanierung: Bus statt Schiene für ÖBB-Kunden . Von 12. August bis zum 1. September müssen die Gäste mit einer Fahrt auf der Bundesstraße 20 vorlieb nehmen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 01. August 2017 (05:59)
Der Gleisbauzug wird in den nächsten Wochen statt dem Regionalverkehr auf der Traisentalbahn unterwegs sein.
NOEN, ÖBB/Alexandra Wallner

Auf der Traisentalbahn werden derzeit umfangreiche Arbeiten durchgeführt. Das erfordert einen Schienenersatzverkehr auf der gesamten Strecke im Bezirk Lilienfeld.

„Zwischen St. Pölten und Traisen werden neue Gleise und Schwellen verlegt sowie teilweise Eisenbahnkreuzungen neu eingedeckt, in St. Georgen wird eine neue Haltestelle errichtet“, berichtet ÖBB-Sprecher Christopher Seif auf NÖN-Anfrage. Die Arbeiten laufen bis 25. Oktober. „Größtenteils können die Maßnahmen unter laufendem Betrieb durchgeführt werden, von 12. August bis 1. September ist jedoch ein Schienenersatzverkehr für alle Züge auf der gesamten Strecke von St. Pölten bis Schrambach bzw. Hainfeld unumgänglich“, informiert er.

7,5 Millionen Euro werden investiert

Rund 7,5 Millionen Euro investieren dabei die ÖBB, „um eine moderne und qualitativ hochwertige Schieneninfrastruktur für einen sicheren und pünktlichen Zugbetrieb gewährleisten zu können“, wie Seif betont. Grund ist die Verlegung neuer Gleise und Schwellen im Abschnitt St. Pölten Alpenbahnhof bis Traisen.

„Dabei werden die bestehenden Gleise und das Schotterbett abgetragen, bevor ein Neuaufbau des Gleiskörpers erfolgen kann“, erläutert Seif. Im Einsatz sind bei diesen Maßnahmen verschiedene Gleisbaumaschinen wie eine Reinigungsmaschine, die das Schotterbett säubert und siebt, ein Umbauzug, der Schienen und Schwellen in einem Arbeitsgang erneuert, eine Stopfmaschine zum Stopfen des Schotters sowie Zwei-Wegebagger, ein Schotterzug und Motorturmwagen. Neben weiteren Maßnahmen werden einige Eisenbahnkreuzungen neu eingedeckt.

„Die ÖBB sind bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis.“ Christopher Seif, ÖBB-Sprecher

Um die Maßnahmen rasch abwickeln zu können, werden die Arbeiten sowohl am Tag als auch zum Teil in der Nacht stattfinden, auch um den Zugverkehr im Sinne der Reisenden so wenig wie möglich zu beeinflussen.

„Die ÖBB sind natürlich bemüht, Lärm- und Staubentwicklungen so gering wie möglich zu halten, ersuchen aber um Verständnis, dass diese aufgrund der Arbeiten und und Warnsignale nicht vermieden werden können“, lässt ÖBB-Sprecher Seif abschließend betroffene Anrainer wissen.

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