Thema Blackout: Und plötzlich ist es finster...

Wenn die Energie nicht mehr aus der Steckdose kommt, werden Stromaggregate auch im Bezirk Lilienfeld zum unerlässlichen Helfer.

Erstellt am 03. November 2021 | 05:15
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Franz Voglauer, Thomas Mosbacher (vorne, von links), Patrice Daxbeck und Martin Vidovic (hinten, von links) von der Freiwilligen Feuerwehr Wiesenfeld wissen, wie wichtig Notstrom-Aggregate im Ernstfall sind.
Foto: FF Wiesenfeld/Planer

„Stell Dir vor, es geht das Licht aus.“ Das, was einst als Evergreen-Song einen romantischen Touch hatte, könnte mitunter zum weltweiten, gefürchteten Szenario werden: dem Blackout.

Der totale Stromausfall. Weltraumforscherin Sangeetha Abdu Jyothi von der University of California hält dies für möglich. Dann, wenn ein heftiger Sonnensturm die Erde mit geladenen Teilchen bombardiert, die zum Ausfall sämtlicher Netzwerke führen.

Wenn es um Katastrophen-Prävention geht, ist der Bezirk Lilienfeld Vorreiter. Schon alleine wegen der Behörden-Sicherheitsstammtische. „Diese dienen der Vernetzung und des Kennenlernens“, sagt Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller.

Bei Großbrand wurde gute Vernetzung deutlich

Durch gute Vernetzung funktionieren logistische Abläufe im Ernstfall einfach besser. „Das hat sich erst beim Großbrand am Wochenende (Anm. der Red.: wir berichteten, siehe unten) in Traisen gezeigt“, betont Bezirksrettungskommandant Martin Hochreiter.

„Die Feuerwehr Lilienfeld verfügt über ein großes 180-kVA-Stromaggregat, auf das die Bezirkshauptmannschaft im Ernstfall zurückgreifen kann“, schildert indes Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss; die einzelnen Feuerwehren haben kleinere Varianten. „Der Ankauf weiterer ist aber geplant“, sagt Weiss.

Wichtige Präventionsarbeit für den Blackout leistet der Zivilschutzverband. „Das Interesse der Bevölkerung zur richtigen Vorbereitung für einen Blackout ist groß“, weiß Zivilschutzverbandsbezirksleiter Herbert Schrittwieser. Daher wird der Zivilschutzverband auf Gemeindeebene gestärkt. Beauftragter für Hohenberg ist Ferdinand Lerchbaumer. „Anfang März wollen wir mit der Gesunden Gemeinde und dem Zivilschutzverband einen Vortrag zum Thema ,krisensicherer Haushalt‘ anbieten“, kündigt er an.

Außerdem wurde bereits teilweise die Straßenbeleuchtung im Ort, so auch „Am Schanzel“, auf Solarbetrieb umgestellt. Das Landesklinikum Lilienfeld zählt zur kritischen Infrastruktur. Daher verfügt es über eine unterbrechungsfreie Notstromversorgung. „Durch diese kann der Betrieb zumindest 72 Stunden aufrecht erhalten werden“, sagt Bernhard Schindlecker, Pressesprecher des Spitals.

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