Bezirk Lilienfeld

Erstellt am 14. März 2019, 03:21

von Markus Zauner

Tourismusbilanz 2018: Leichtes Minus bei Nächtigungen. Bezirk verbuchte 0,2 Prozent weniger Nächtigungen gegenüber 2017, dafür Plus um 4,2 Prozent bei Ankünften.

Symbolbild  |  APA/Georg Hochmuth

Einen leichten Dämpfer beschert die druckfrische Bilanz für 2018 dem Tourismusverband Traisen-Gölsental (alle Bezirksgemeinden außer Kaumberg). Nach dem Nächtigungsplus von 2016 auf 2017 (plus 10,1 Prozent) sind die Nächtigungen 2018 im Vergleich zu 2017 um 0,2 Prozent gesunken.

„Nachdem die Nächtigungszahlen im Sommer noch einen größeren Rückgang auswiesen, konnten wir in den letzten Monaten des Jahres dennoch entsprechend aufholen, was uns letztlich noch ein fast ausgeglichenes Ergebnis beschert hat“, analysiert Manuel Aichberger, der Obmann des Tourismusverbandes Traisen-Gölsental.

„In den letzten Monaten des Jahres konnten wir entsprechend aufholen.“ Tourismus-Obmann Manuel Aichberger

Substanzielle Nächtigungsrückgänge mussten in drei Gemeinden hingenommen werden, rechnet Aichberger vor: „Türnitz hatte 2017 ein außerordentlich positives Jahresergebnis. Hoffentlich kein Einmaleffekt, denn 2018 ist man leider in allen Kategorien wieder zurückgefallen.

St. Aegyd musste vor allem im Privatzimmerbereich, bei Hütten und am Campingplatz Nächtigungsrückgänge hinnehmen.“ Und in Eschenau habe es ein ordentliches Minus im 3-Sterne-Bereich gegeben, analysiert der Obmann: „Da die Rückgänge in fast jedem Monat gleich waren, weist dies auf eine Betriebsschließung hin.“

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Trotz des bezirksweit leichten Nächtigungsminus ortet Aichberger auch viel Licht. Etwa bei den gestiegenen Ankünften (plus 4,2 Prozent) oder generell im kräftigen Zulegen bei den 4- und 3-Sterne-Beherbergungsbetrieben. Ein Paradebeispiel dafür ist Mitterbach. „Obwohl es im privaten Bereich Nächtigungsrückgänge gab, konnten vor allem im 4-Sterne-Bereich, bei den Ferienwohnungen und bei den Hütten erfreuliche Zuwächse erzielt werden“, begründet Aichberger das Nächtigungsplus.

In absoluten Zahlen steht der größte Zuwachs in Kleinzell zu Buche. Die Ursache dafür sieht Aichberger im florierenden Kurhotel Salzerbad. Der Leitbetrieb der Gemeinde habe 2018 eine „sehr positive Nächtigungsentwicklung mit ordentlichen Zuwächsen“ vorzuweisen. In Lilienfeld (prozentuell die meisten Zuwächse) und Traisen macht der Obmann indes neue Betriebe für den Aufschwung bei den Nächtigungszahlen verantwortlich. Aichberger: „Aber auch Hohenberg profitierte vom tollen Sommer und den vielen Gästen am Traisentalradweg.“

Gute Ergebnisse im Ausflugsbereich

In Annaberg — hier gibt es insgesamt die meisten Nächtigungen — kam es zu einer Betriebsschließung, die in den ersten Monaten 2018 für Nächtigungsrückgänge sorgte. „Diese konnten allerdings aufgrund der tollen Sommer- und Herbstmonate kompensiert werden, letztendlich brachten die Sommermonate ein positives Ergebnis“, informiert Aichberger.

Der Obmann ortet auch im Ausflugsbereich ein erfreuliches Abschneiden. „Die Wintersaisonen 17/18 und Start 18/19 verliefen insgesamt sehr positiv für die Skigebiete. Der Naturpark Ötscher-Tormäuer konnte mit rund 45.000 bezahlten Eintritten ebenfalls ein Rekordergebnis erzielen“, gibt er zwei Beispiele. Die anderen Ausflugsziele, wie etwa das Kameltheater Kernhof, die Lilienfelder Bergbahnen GmbH, die Gemeindealpe Mitterbach und der Eibl Jet in Türnitz, hätten zudem vom heißen Sommer 2018 profitiert.