Damen im Bezirk Lilienfeld im Vormarsch. Der Frauenanteil bei den 24 heimischen Feuerwehren hat sich auf neun Prozent erhöht. Präsentierte Einsatzstatistik 2018 zeigt ruhigeres Einsatzjahr als 2017.

Von Markus Zauner. Erstellt am 13. Juni 2019 (04:06)
Manfred Kozmich
Die Liste der Ehrengäste, die FF-Bezirkschef Anton Weiss (r.) zum Bezirksfeuerwehrtag begrüßen durfte, führte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner (9. v. r.) an. Weiters im Bild: Geschäftsführender Gemeinderat Mandred Meissinger, Weiss-Vize Richard Fuchs, die Bürgermeister Gertraud Steinacher, Wolfgang Labenbacher und Reinhard Hagen, Vizeortschefin Ilse Zeller, Bezirkshauptmann-Vize Nikolaus Seitschek, Vizeortschefin Brigitte Gruber, die Bürgermeister Albert Pitterle, Johann Gastegger, Christian Leeb und Michael Wurmetzberger, Landesfeuerwehrrat Thomas Docekal, Vizeortschef Robert Nagl, Bundesrat Karl Bader, Presse-Chef Christian Teis, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner und Neo-Bezirkssachbearbeiter Thomas Teis.

Waldbrand in St. Aegyd im Oktober 2018 — nur einer von insgesamt 1.024 Einsätzen, zu denen die Feuerwehren des Bezirkes im Vorjahr gerufen wurden. In einer imposanten Power-Point-Präsentation ließen die Florianijünger am Samstag beim Bezirksfeuerwehrtag in Lehenrotte das Jahr 2018 Revue passieren.

„79 Brandeinsätze und 142 Technische Einsätze weniger als im vergangenen Jahr zeigen ein ruhigeres Einsatzjahr“, berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss von insgesamt 7.427 Einsatzstunden der 24 Feuerwehren.

Ebenfalls interessant: Das weibliche Geschlecht ist bei der FF im Vormarsch. „Der Frauenanteil in unseren Reihen hat sich erhöht. Mittlerweile halten wir bei einem Frauenanteil von neun Prozent“, verwies Weiss auf 146 im Vorjahr registrierte Damen bei den Feuerwehren des Bezirkes, 2017 waren es vergleichsweise 130.

„Eine Wertschätzung gegenüber der Feuerwehr“

Der Türnitzer Ortschef Christian Leeb unterstrich, dass die Anwesenheit der zahlreichen Bürgermeister „eine Wertschätzung gegenüber der Feuerwehr“ sei. In den Reigen der Festredner, die den Florianijüngern großen Dank für ihr Engagement und ihre Arbeit aussprachen, reihte sich nach Bezirkshauptmann-Stellvertreter Nikolaus Seitschek („Die freiwillige und unentgeltliche Tätigkeit der Feuerwehren kann nicht oft genug hervorgehoben werden“) auch Bundesrat Karl Bader ein. Er sprach von „beeindruckenden Berichten“ im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages und betonte angesichts von 15 FF-Jugendgruppen, den Feuerwehren im Bezirk müsse „um die Zukunft nicht bange sein“.

Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner lobte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, ehe Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner den heimischen Florianijüngern Rosen streute: „Andere Bezirke können sich von Euch ein Stück abschneiden.“ Das Ganze vor dem Hintergrund, dass in Traisen nach 2005 Ende Juni erneut die Landesfeuerwehrbewerbe in Szene gehen, während andere Bezirke diese Großveranstaltung noch gar nie gestemmt haben.