Arbeitslosigkeit im Bezirk Lilienfeld sinkt

765 Personen waren beim AMS arbeitslos gemeldet, weniger als im Jahresdurchschnitt 2020 – ein optimistischer Ausblick.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:28
Lesezeit: 2 Min
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AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch blickt zuversichtlich ins neue Jahr.
Foto: privat

Dass die Arbeitslosigkeit 2022 weiter sinken wird, davon geht AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch aus: „Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent wird die Arbeitskräftenachfrage seitens der Wirtschaft anhalten und die Arbeitslosigkeit damit auch im kommenden Jahr sinken.“

Diese Einschätzung sei allerdings nur solange haltbar, wie die Pandemie nicht weitreichende Einschränkungen notwendig mache, „die sich dann dämpfend auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirken“, erklärt Selch.

Eckpunkte der Arbeitsmarktbilanz 2021

Grundsätzlich lag die Arbeitslosenquote mit sieben Prozent deutlich unter dem landesweiten Schnitt von 7,6; und im Durchschnitt auch nur knapp über dem Vorkrisenjahr 2019. Nur die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist in Lilienfeld gegenüber dem letzten Jahr angestiegen.

Trotz großer Herausforderungen, die die Corona-Pandemie 2021 mit sich brachte, ist die Bilanz für den Lilienfelder Arbeitsmarkt positiv: Abseits der Lockdowns waren Kurzarbeit, Personalmangel und Langzeitbeschäftigungslosigkeit starke Themen.

Insgesamt waren 765 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, um 20,9 Prozent weniger als im Jahresdurchschnitt 2020 und lediglich um 1,1 mehr als im Jahr 2019.

Mit einem Minus von 44,2 Prozent fiel der Rückbau der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen am stärksten aus.

1.703 freie Stellen wurden von den Unternehmen beim AMS ausgeschrieben, um 305 mehr als im Vorjahr und um 229 mehr als 2019.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten (10.157) liegt 2021 mit einem Plus von 1,73 Prozent über dem Ergebnis von 2020.

Intensive Vermittlungsarbeit

Die starke Arbeitskräftenachfrage und der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit befeuerten die Vermittlungsarbeit des AMS Lilienfeld. „Das Motto lautete: ,Jede Kundin und jeder Kunde bekommt nach Möglichkeit ein passendes Angebot‘“, führt Selch aus.

Es wurden 8.310 Vermittlungsvorschläge ausgegeben, das sind um 252 mehr als im Jahr 2020 und um 388 mehr als 2019. Daneben wurden zur Vermittlungsunterstützung von langzeitarbeitslosen Personen vom AMS „besonders attraktive Förderangebote bereitgestellt, um den Betroffenen den Weg zurück ins Arbeitsleben zu ermöglichen“, sagt Selch.

Und so würden sich im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit bereits erste Erfolge zeigen, die Situation erfordere allerdings weiterhin rasches und konsequentes Handeln, betont die AMS-Chefin.

Jahresdurchschnittlich sind 199 Personen, davon 79 Frauen, in Lilienfeld bereits ein Jahr und länger ohne Job. „Das sind um 57 Personen mehr als im Jahr 2020, aber leider auch um 79 mehr als im Vorkrisenjahr 2019“, stellt Selch fest

Die Zahl der Personen, die bereits ein Jahr und länger auf Jobsuche sind, nehme aber beim Blick auf die Daten seit Oktober 2021 stetig ab.