Nächtigungen auf Spitzenniveau im Bezirk Lilienfeld. Bestes Ergebnis für Mitterbacher Hotellerie seit 1997. Topwerte auch im JUFA Annaberg oder in Lilienfeld.

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. September 2020 (04:00)
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Nach den großen Tagestourismuszielen, die in den Sommerferien (wie exklusiv berichtet) Besucherzuwächse von mindestens 15 Prozent vermeldeten, zieht nun auch die Hotellerie eine erste erfreuliche Bilanz.

Den besten Juli und August bei den Nächtigungen seit 1997 bestätigt Mitterbachs Bürgermeister Thomas Teubenbacher. „Wir sind sehr zufrieden, das Gesamtpaket Mitterbach hat Wirkung gezeigt“, strahlt der Ortschef übers ganze Gesicht. Konkret brachten der Juli und August eine Nächtigungssteigerung um rund 18 Prozent gegenüber 2019.

Auch die Buchungslage für September schaut gut aus, weiß Teubenbacher. Und noch wichtiger: Der Mitterbacher Ortschef ortet eine gewisse Nachhaltigkeit, viele Besucher des heurigen Sommers hätten schon wieder gebucht: „Ich rechne damit, dass etwa ein Viertel der neuen Gäste in den Folgejahren wieder kommt.“

9.000 Nächtigungen im JUFA Annaberg

Nur wenige Kilometer weiter meldet Sprecher Martin Seger-Omann für das JUFA Hotel Annaberg mit seinen 208 Betten ebenfalls Top-Zahlen: „Der Trend, im eigenen Land Urlaub zu machen, hat dazu geführt, dass im Juli die Auslastung bei über 60 Prozent und im August bei über 84 Prozent gelegen hat. Das ist eine Steigerung der Nächtigungen zum Vorjahr um über 15 Prozent.“ Oder anders ausgedrückt: „Diesen Sommer hatten wir somit im JUFA Hotel Annaberg über 9.000 Nächtigungen im Juli und August“, rechnet Seger-Omann vor.

Insgesamt hat die Annaberger Hotellerie im Juli und August ein leichtes Minus zum Vorjahr von 2,9 Prozent eingefahren. Geschuldet sei dies vorrangig dem (coronabedingten) Einbruch bei den Gruppen-Buchungen, schildert Tourismuslady Katalin Burger. Aber auch die Gäste aus Ungarn sind laut ihr großteils ausgeblieben. Erfreulich hingegen: „Die Nachbarbundesländer Burgenland, Oberösterreich und Steiermark, aber auch die Wiener und Niederösterreicher haben uns vermehrt besucht“, konstatiert Burger.

Tourismusverbandsobmann Manuel Aichberger zieht für das gesamte Traisen-Gölsental ebenfalls bereits eine erste positive Bilanz. „Aktuell liegen uns nur die Juli-Nächtigungszahlen vor. Für eine gesamthafte Sommerbilanz ist es daher noch zu früh, aber die Zahlen scheinen vielversprechend zu sein“, verweist Aichberger etwa auch in St. Aegyd auf ein Juli-Nächtigungsplus von rund 20 Prozent.

Im Gölsental wirkt sich die Zunahme des Individualtourismus zudem massiv aus, bestätigt der Tourismusobmann: „Hainfeld und St. Veit verzeichnen beide ein Plus von rund 100 Prozent.“

Noch eindrucksvoller sind die Daten in der Bezirkshauptstadt Lilienfeld. „Hatten wir im Juli 2019 172 Nächtigungen, stehen wir im Corona-Juli bei stolzen 549. Das ist ein Nächtigungsplus von rund 220 Prozent – oder in absoluten Zahlen 377 Nächtigungen mehr“, freut sich Aichberger.

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