14.000 Besucher bei Annaberger Liften. Kontingentierung beschert Annaberg in den Ferien 40 Prozent Gästeminus, Gemeindealpe zählt 2.100 Besucher. Lifte hoffen auf gute Restsaison.

Von Markus Zauner. Erstellt am 14. Januar 2021 (03:17)
Schilder bei den Annaberger Liften erläutern die Corona-Sicherheitsmaßnahmen im Detail.
Annaberger Lifte

,,Dass wir keine Rekordsaison haben werden, war von vornherein klar. Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, um unseren Gästen sichere und angenehme Skitage bereiten zu können“, zieht Annabergs Lifte-Geschäftsführer Karl Weber eine erste Zwischenbilanz.

Diese Familie aus Türnitz genoss am vergangenen Sonntag sichtlich den Skitag bei den Annaberger Reidl-Liften — natürlich unter Einhaltung der Covid-19-Vorschriften. Oma Andrea Illmeyer (l.) freute sich, mit ihrem Enkerl Anika über die Pisten zu flitzen, im Bild mit Martin Friedörfler und Mutter Lydia Illmeyer.
Heidlmair

Die pandemiebedingte Kartenkontingentierung hat in den Weihnachtsferien erwartungsgemäß zu Besuchereinbußen geführt. „Mit knapp 14.000 Gästen hatten wir rund 40 Prozent weniger Gäste als im Vergleich zum Vorjahr“, rechnet Weber vor. Die tägliche Kapazitätsgrenze sei immer entsprechend den Wetterverhältnissen und geöffneten Pisten und Anlagen angepasst worden, bestätigt der Lifte-Chef: „Derzeit liegen wir bei einem Kontingent von 1.300 Gästen.“ Während Annaberg in den Ferien etwa seit 27. Dezember täglich ausgebucht war, präsentierte sich die Lage auf der Gemeindealpe Mitterbach ruhiger. „Wir waren jeden Tag sehr gut gebucht, jedoch nie komplett ausgelastet“, schildert Katharina Heider-Fischer von den Niederösterreich Bahnen. Konkret gezählt wurden in den Weihnachtsferien seit dem Saisonstart am 1. Jänner rund 2.100 Gäste. Im Vergleichszeitraum 1. bis 6. Jänner 2020 waren es an die 6.000 Besucher.

„Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, um unseren Gästen sichere und angenehme Skitage bereiten zu können.“ Annabergs Lifte-Chef Karl Weber

Der Wunsch für die Zukunft ist für Heider-Fischer klar: „Sobald die Gastronomie öffnen darf und der Lockdown beendet ist, hoffen wir noch auf eine gute restliche Wintersaison.“ Wobei Karl Weber glaubt, dass die Corona-Maßnahmen bei den Bergbahnen (abgesehen von der erwarteten Gastro-Öffnung) bis zu Saisonende gleich bleiben werden: „Präventions- und Verkehrskonzept wurden vorbildlich umgesetzt und von den Gästen eingehalten. Ich erwarte hier keine Änderungen.“

Für die Besucher hat der Annaberger Lifte-Geschäftsführer viel Lob parat: „Es gab bisher kaum Probleme und viele positive Rückmeldungen unserer Gäste, dass bei uns alles so gut organisiert ist. Hier gilt mein besonderer Dank auch den vielen eigenverantwortlich handelnden Gästen.“

In eine ähnliche Kerbe schlägt Katharina Heider-Fischer für die Gemeindealpe: „Unsere Gäste sind nach wie vor sehr diszipliniert, es gibt kaum Probleme. Manchmal muss das Wachpersonal an den Mindestabstand erinnern oder an das korrekte Tragen der MNS-Maske, das wird dann aber meist anstandslos umgesetzt.“

„Es gab bisher kaum Probleme und viele positive Rückmeldungen unserer Gäste"

Für die Wintersportler gilt weiterhin: Nur wer sich im Vorfeld ein gültiges Ticket besorgt hat, bekommt Zutritt zu den Skigebieten. „Seilbahnbedienstete und Wachdienst kontrollieren am Checkpoint bei der Parkplatzeinfahrt die gültigen Reservierungen. Ohne Online-Reservierung oder gültige Saisonkarte kann der Checkpoint nicht passiert werden“, gewährt Katharina Heider-Fischer Einblicke in die gegenwärtige Situation in Mitterbach. Und: „Die Zugangs- und Anstellbereiche werden ebenfalls permanent durch Mitarbeiter des Wachdienstes überwacht. Diese achten vor allem auf die Schwerpunkte MNS- Pflicht und Einhaltung des vorgegebenen Mindestabstandes“, so die Niederösterreich Bahnen-Sprecherin.

In Annaberg wird bei eigenen Checkpoints mit Unterstützung des Österreichischen Wachdienstes und der Polizei kontrolliert. „Die intensive Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft, der Exekutive und der Straßenmeisterei hat sichtlich Früchte getragen“, resümiert Karl Weber.