Internetkriminalität stand in Lilienfeld im Fokus. Angriffe auf Computer und Handys nehmen zu: Schulungsteilnehmer bildeten sich fort.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. September 2020 (03:39)
Johann Weiß, Kommandant der BTF Neuman Marktl, die Mandatare Eva Meißnitzer und Erwin Martinetz, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner, Gemeinderätin Maria Weißenböck, Vizebürgermeister und Sicherheitsgemeinderat Manuel Aichberger, Kurt Baldrian vom Bezirkspolizeikommando, Thomas Dobner, IT-Verantwortlicher der Stadtgemeinde, und Nina Ebner, Kommandant-Vize der BTF Neuman Marktl, bildeten sich im Bereich Cyberkriminalität bei Maximilian Schernhammer (4.v.r.) weiter.
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Unter dem Motto „Cyber.Sicher“ luden Bürgermeister Wolfgang Labenbacher und Vizeortschef Manuel Aichberger, auch Sicherheitsgemeinderat der Stadt, zu einer Basisschulung zum Thema „Computer- und Internetkriminalität“ in den Sitzungssaal der Gemeinde.

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), das Bundeskriminalamt (BK) und der Verein fit4internet (Verein zur Steigerung digitaler Kompetenzen) haben eine Kooperation geschlossen, um im Sinne der Kriminalprävention im Bereich Computer- und Internetkriminalität ein neues Angebot für Gemeinden, Institutionen und Organisationen anbieten zu können. Als vortragender Experte für den kostenlosen, knapp 1,5 stündigen Kurs konnte Gruppeninspektor Maximilian Schernhammer vom Landeskriminalamt Niederösterreich gewonnen werden. Eingeladen wurden neben Lilienfelder Vereinsobleuten alle Mitglieder des Gemeinderats sowie alle Bediensteten der Stadtgemeinde.

„Angriffe auf Computer, Smartphones nehmen laufend zu und werden immer professioneller. Auch die Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamts bestätigt den Trend in Richtung Cyberkriminalität. Sie zählt mittlerweile zu den fünf Kriminalitätsfeldern mit dem größten Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Gesellschaft“, weiß Manuel Aichberger. Um diesem Trend entgegenzuwirken, seien neben technischen und organisatorischen Maßnahmen vor allem mehr Sicherheitsbewusstsein und digitale Bildung der betroffenen Zielgruppen notwendig. „Zu diesem Zweck haben wir unseren Mitarbeitern, den Gemeindemandataren und Vereinsfunktionären diese Basisschulung ermöglicht“, so Aichberger zum Beweggrund des Kursangebots.

Maximilian Schernhammer referierte über Themen wie den „klassischen“ Internetbetrug oder die Sicherheit von persönlichen Passwörtern und skizzierte insbesondere die Gefahren von Phishing (Beschaffung persönlicher Daten anderer Personen mit gefälschten E-Mails oder Websites) oder Social Engineering (Beeinflussung von Menschen in Computernetzwerken mit dem Ziel, sie zu bestimmten Verhaltensweisen zu veranlassen). Danach stand er den 15 Schulungsteilnehmern für Fragen Rede und Antwort. „Ich freue mich über diese Schulung in Lilienfeld und darüber, dass sie mit Interesse angenommen wurde“, ergänzt Ortschef Wolfgang Labenbacher.