der Wälder. aber nur mit Einbindung aller Beteiligten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 29. September 2014 (14:43)
NOEN, Nadja Straubinger
Mit einer Demo haben es die Mountainbiker geschafft, Unterstützung aus der Politik zu bekommen.

Mountainbiker, die bei der Ausübung ihres Hobbys bei der Fahrt auf Forststraßen angezeigt werden, sind heute keine Seltenheit. Am Muckenkogel hat es mit den Anzeigen gegen vier Pedalritter begonnen.

Nun sollen die Sportler Unterstützung von der Politik bekommen. In einer Aktuellen Stunde in der Landtagssitzung wurde die Thematik aufgegriffen. Derzeit dürfen Wald- und Forstwege nur dann befahren werden, wenn der Grundbesitzer es gestattet. In der Resolution der SPÖ der Abgeordneten Herbert Thumpser, Renate Gruber und Karin Scheele beantragen sie eine Freigabe der Forstwege.

„Die Öffnung der Forststraßen ist längst überfällig“, so Scheele. Dies sei aufgrund der steigenden Zahl an Mountainbikern und auch für die nachhaltige Entwicklung des Tourismus in Niederösterreich notwendig. Thumpser, der Traisner Bürgermeister, hebt hervor: „Die Resolution ist auch für unseren Bezirk von Wichtigkeit, da der Ganzjahrestourismus auch bei uns dadurch angekurbelt werden könnte.“

Faire Diskussion mit allen Beteiligten

In der Resolution der ÖVP von Karl Bader, Martin Michalitsch und Martin Schuster heißt es, dass entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, die etwa die Haftungsfrage klären, damit geeignete Forststraßen auch von Mountainbiker genützt werden können.

„Wenn in einem Dialog mit allen Betroffenen klare Regeln erarbeitet werden, dann werden die bestehenden 6.000 Kilometer des markierten NÖ Mountainbikenetzes schon bald Zuwachs bekommen“, erklärt Rohrbachs Bürgermeister Bader, der sich selbst gerne in den Sattel des Mountainbikes schwingt. Doch dieser Ausbau könne nur im Dialog mit allen Interessengruppen – Sportlern, Wanderern, Reitern und Grundbesitzer – passieren, damit ein respektvolles Miteinander im Erholungs- und Wirtschaftsraum Wald möglich sei.

Auch die Grünen stimmen zu, appellieren an die Verantwortung der Biker und auch die FPÖ fordert eine Klärung der Haftungsfrage im Vorfeld.
 

Informationen

Unterschiede in den Resolutionen der ÖVP und SPÖ in der Causa Mountainbiker.

ÖVP: Die ÖVP fordert die NÖ Landesregierung auf, an die Bundesregierung heranzutreten und entsprechende Rahmenbedingungen, wie etwa die Klärung der Haftungsfrage, zu schaffen, damit geeignete Forststraßen von Mountainbikern genützt werden können.

SPÖ: Die SPÖ fordert eine Freigabe der Wald- und Forstwege für Mountainbiker, allfällige Haftungsfragen zu klären und den Sport zu entkriminalisieren.