Die Habsburger in Mariazell. Das Ergebnis der Dreharbeiten in Mariazell für die Doku-Serie „Erbe Österreich“ ist am Dienstag nach Ostern im Hauptabendprogramm zu sehen.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 04. April 2021 (10:58)

Der Film von Alfred Ninaus und Fritz Aigner über die Habsburger und Mariazell ist eine Geschichte über eine ganz besondere Beziehung. Die Verehrung der Magna Mater Austriae war stets beides für die österreichische Herrscherfamilie: Staatskult mit politischem Zweck und Ausdruck einer zutiefst privaten Frömmigkeit. Ninaus und Aigner beleuchteten diese Aspekte mittels historischer Unterlagen sowie eindrucksvollen Reenactments und tauchen ein in die Entwicklung Mariazells zum bedeutendsten Wallfahrtsort Mitteleuropas, die ohne das Wirken der Habsburger undenkbar gewesen wäre.

Einer der Hauptschauplätze ist die Basilika, aber auch im „Kaiserzimmer“ im Kaufhaus der Familie Arzberger wurde gedreht. Kaiser Franz Joseph, gespielt von dem Niederösterreicher Friedrich Jares, ist der Beitrag natürlich ebenso gewidmet. Karl Habsburg-Lothringen steht klar aber im Mittelpunkt der Dokumentation. Noch heute besucht er regelmäßig die Basilika in Mariazell, um vor den Gnadenaltar zu treten - so wie das seine Ahnen über Jahrhunderte gemacht haben. Der Enkel des letzten österreichischen Kaisers Karl I. hat hier auch 1993 geheiratet. „Wenn man durch den Gnadenaltar nicht emotional berührt ist, dann muss man innerlich ein Eiskasten sein“, stellt Karl Habsburg-Lothringen fest. „Gerade so viele Menschen aus den Ländern der ehemaligen Donaumonarchie - jährlich machen sich eine Million Pilger auf den Weg nach Mariazell - erleben immer noch eine gleichsam emotionale wie spirituelle Ergriffenheit im Angesicht der Magna Mater Austriae“, betonen die Filmemacher. Der Weg führte Alfred Ninaus und Fritz Aigner unter anderem auch zum Stift Lilienfeld und über den Josefsberg. Zu sehen ist die Dokumentation bereits am Dienstag, 6. April, um 20.15 auf ORF III, im Rahmen der Serie „Erbe Österreich.

ZITAT ZUM RAUSHEBEN

 „Wenn man durch den Gnadenaltar nicht emotional berührt ist, dann muss man innerlich ein Eiskasten sein. “ Karl Habsburg-Lothringen fest.