die Skigebiete!. die Nächtigungen sind in den Tourismusorten eingebrochen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 11. März 2014 (23:59)
NOEN, Foto: Heidlmair
,,Das tut schon sehr weh«, kommentiert Annabergs Lifte-Chef Karl Weber den mageren Besuch. Das Beschneien war in diesem Winter wegen der zu warmen Temperaturen nur selten möglich.
Von Markus Zauner

ANNABERG, MITTERBACH / Der Schneemangel zwang die Liftbetriebe in Annaberg und Mitterbach, die Wintersaison frühzeitig zu beenden.

Nachdem sich die Wettermisere — kaum Naturschnee und meist zu warme Temperaturen zum Beschneien — beinahe durch den ganzen Winter gezogen hat, fällt die Bilanz dementsprechend ernüchternd aus. Annabergs Lifte-Geschäftsführer Karl Weber bestätigt im Vergleich zur Saison 2012/2013 ein sattes Gäste- und Umsatzminus von rund 50 Prozent.

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,,Das tut schon sehr weh. Keiner von den Einheimischen kann sich erinnern, dass es schon einmal so lange so warm war“, klagt Weber über die Wetterkapriolen.

Nur 2007, als der Orkan Kyrill gewütet hatte, gab es eine ähnlich schlechte Skisaison wie heuer, so der Lifte-Chef. Sein Blick geht bereits wieder in die Zukunft. ,,Es besteht keine Gefahr, dass irgendetwas in Annaberg eingestellt wird. Der Liftbetrieb geht nächste Saison weiter“, betont Weber.

Nächtigungen: Bis zu 42 Prozent Rückgang

Keine guten Nachrichten hat auch Tourismuslady Katalin Burger von der Annaberger Gemeindestube. Die Zahl der Nächtigungen ist im Dezember im Vergleich zur Vorsaison um 19 Prozent gesunken, im Jänner steht gar ein Minus von 35 Prozent zu Buche, rechnet Burger vor. Und für Februar — genaue Zahlen gibt es noch nicht — erwartet Burger ein ähnlich schlechtes Ergebnis wie im Jänner. ,,Die Auslastung der Quartiere in den Weihnachts- und Semesterferien war halbwegs gut, dazwischen hat es in Annaberg sehr traurig ausgeschaut“, zieht Burger Bilanz.

Um keinen Deut besser fällt die Winterbilanz im benachbarten Mitterbach, dem zweiten großen Skigebiet im Bezirk, aus. Im Gegenteil: In den Weihnachtsferien herrschte auf der Gemeindealpe wegen des Schneemangels fast durchgehend Lift-Stillstand. Alleine schon deswegen ist ein massives Gästeminus fix. Konkrete Zahlen gab es seitens der NÖVOG als Betreiber bis Redaktionsschluss allerdings noch nicht.

Bürgermeister Alfred Hinterecker muss währenddessen von Einbrüchen der Nächtigungszahlen berichten. Im Dezember steht in Mitterbach im Vergleich zum Vorjahr noch ein leichtes Minus von 0,4 Prozent zu Buche, im Jänner hingegen ein Rückgang gegenüber 2013 von satten 42 Prozent. Und im Februar sind in der Gemeinde ebenfalls Nächtigungseinbußen von 40 Prozent zu vermelden.

,,Wenn die Pisten nicht gut zu befahren sind, bleiben die Gäste aus“, bringt Hinterecker das Schneedilemma in der heurigen Wintersaison auf den Punkt.