Drei Projekte in Marktl wurden festgelegt. Im Zukunftsworkshop wurden Stärken und Schwächen von Marktl erhoben und daraus Ziele definiert: Marktler Runde etablieren und die Ortseinfahrt gestalten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 01. August 2018 (05:37)
Straubinger
Regionalberaterin Marisa Fedrizzi, Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, Vize Manuel Aichberger und der Obmann der Dorferneuerung Marktl, Franz Spilka, erarbeiteten mit den Bürgern Projektideen, um Marktl noch lebenswerter für die Zukunft zu gestalten.

Die Stärken und Schwächen von Marktl und das Definieren von Projekten für den Dorferneuerungsprozess stand beim Zukunftsworkshop auf dem Programm.

Knapp 1.000 Einwohner hat Marktl. Wo es früher Faschingsumzüge, Bälle und viele Geschäfte gab, fehlt heuer der Zusammenhalt, da sind sich die Teilnehmer einig. Ein fehlendes Ortszentrum wurde ebenso als Schwäche gelistet, wie auch die Tatsache, dass es einen dominierenden Eigentümer gibt und der Rest nur Mieter sind.

Die engagierten Bürger trugen aber auch einige Stärken zusammen, wie viele Arbeitsplätze, den Radweg und Kindergarten sowie die räumliche Nähe zu Lilienfeld. Durch die geringe Teilnahme am Workshop wurde sofort ein Ziel gesteckt: Versuchen mehr Leute anzusprechen und für eine aktive Mitarbeit zu begeistern. Erreichen will das Dorferneuerungsteam rund um Obmann Franz Spilka und Regionalberaterin Marisa Fedrizzi durch Workshops mit Arbeitsauftrag, wie etwa das gemeinsame Renovieren der Kapellen.

„Wir müssen die Marktler Runde definieren und sie muss bespielt werden.“ Franz Spilka, Obmann des Dorferneuerungsverein

Aus den Stärken und Schwächen von Marktl wurden dann gemeinsam Ziele erarbeitet. „Wir wollen ein einladendes Ortsbild gestalten und auch die Verkehrssicherheit ist ein wichtiges Thema“, betont Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Außerdem soll die Attraktivität der Rad- und Spazierwege erhöht werden. „Wir müssen die Marktler Runde definieren und sie muss bespielt werden“, fügt Spilka hinzu.

Entlang dieser Runde soll ein Kneipp- und Ruheplatz entstehen, da sind sich alle einig. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Runde noch erweitern bis zum Zdarsky-Grab“, warf Spilka ein. Entlang des Weges sollen der Skipionier und die Marktler Unternehmen präsent sein, etwa mit Tafeln zur Geschichte oder Informationen zu den Produkten von Prefa.

Aus den Zielen entwickelten sich drei Projekte, die eingereicht werden sollen: Attraktivierung der Wege, Gestaltung der Einmündung Marktler Straße in die B 20, Gestaltung des Bereiches LIMA bis zur Kreuzung. Nach der Einreichung sind zwei Jahre bis zur Umsetzung der Projekte Zeit. Der nächste Projektworkshop findet am 24. August statt.