Jubel über weiße Tiger-Babys in Kernhof. Hector, Pascha und Zeus sind die neuen Stars in Kernhof. Noch nie wurden nur Buben geboren.

Von Markus Zauner. Erstellt am 28. Mai 2019 (10:30)

Wieder ein Novum: Erstmals ist im Weißen Zoo in Kernhof jetzt ein Wurf gelungen, der nur aus Buben besteht. Und: „So kleine entzückende weiße Tiger-Babys wurden höchstwahrscheinlich europaweit, ja weltweit, noch nie der Öffentlichkeit präsentiert“, verkündet Zoo-Chef Herbert Eder stolz.

Zu sehen gibt es die drei strammen Jungs mit den klingenden Namen Hector, Pascha und Zeus, die erst am 7. Mai das Licht der Welt erblickt haben, für die Besucher in Kernhof nämlich schon ab Donnerstag, 30. Mai. Bei der Geburt brachten die kleinen Racker jeweils rund ein Kilo auf die Waage, aktuell sind es zwischen zwei und zweieinhalb Kilo.

Gesamt schon 30 weiße Tiger-Babys in Kernhof

Das Wichtigste: Alle drei Babys und Mama Burani, die schon einmal Fünflinge zur Welt gebracht hat, sind kerngesund, bestätigt der Weiße Zoo. Derzeit stehen für Hector, Pascha und Zeus nur zwei Dinge am Tagesplan — trinken und schlafen. Muttermilch säugt der Nachwuchs etwa zwei Monate lang, erwachsen geworden frisst jeder Tiger dann täglich zwischen acht und zehn Kilo Fleisch.

Imposant: Die erfolgreiche Zucht dieser mit einer seltenen Genvariante ausgestatteten Tiere ist im Weißen Zoo mit der jetzigen Drillingsgeburt auf sage und schreibe 30 weiße Tiger-Babys angestiegen: Und zwar binnen acht Jahren, von drei verschiedenen Blutlinien und zwei Mutterkatzen.

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Früh übt sich, wer einmal eine gefährliche Raubkatze werden will.

Wobei Eder beruhigt: Der Weiße Zoo züchte nicht auf Teufel komm‘ raus und am laufenden Band. Und schon gar nicht aus finanziellen Gründen: „Jeder Abgang erfolgt kostenlos und nur an ausgewiesene Zoos oder im Tauschwege mit anderen Tieren“, betont Eder.

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Wie klein der Nachwuchs, im Bild Hector, ist, veranschaulicht diese Aufnahme.

So ging etwa der Nachwuchs von 2018 in einen renommierten Zoo in die Schweiz. Andere Tiger-Babys aus Kernhof kamen sogar nach Südkorea und waren das „Maskottchen“ der Olympischen Winterspiele 2018. „Unser Nachwuchs lebt aber auch in Deutschland, Tschechien und in einem feudalen Privatzoo seiner Majestät, des Kronprinzen vom Emirat Fujairah“, nennt Eder weitere Beispiele.

„Swimmingpools, Wasserfälle, Naturgarten und die ruhige Umgebung tragen sicher dazu bei, dass der Weiße Zoo die weltweit erfolgreichste Zuchtstation für diese sensible Spezies ist“

Der Weiße Zoo zeigt seinen Besuchern die Tiere übrigens von einem offenen Verandasteg aus — ohne Glas- und Gitter-Sichtbehinderung, aus unmittelbarer Entfernung. „Swimmingpools, Wasserfälle, Naturgarten und die ruhige Umgebung tragen sicher dazu bei, dass der Weiße Zoo die weltweit erfolgreichste Zuchtstation für diese sensible Spezies ist“, verrät Eder Details zum üppigen Nachwuchs.