Bäder im Bezirk Lilienfeld ziehen Sommerbilanz

Lilienfeld und Hainfeld verbuchen spürbares Besucherplus, in anderen Freibädern des Bezirkes werden hingegen bis zu 25 Prozent Gästeminus gemeldet. Lilienfeld und Hainfeld verbuchen spürbares Besucherplus, in anderen Freibädern des Bezirkes werden hingegen bis zu 25 Prozent Gästeminus gemeldet.

NÖN Redaktion Erstellt am 19. September 2021 | 04:23
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„Einen großen Dank möchte ich unserer Bademeisterin Helga Brandtner und ihrem Team aussprechen. Sie sorgten für einen reibungslosen Ablauf und schauten, dass die Covid-19- Maßnahmen penibel eingehalten worden sind“, lobte Vizebürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Wonisch (links) zum Saisonabschluss in St. Aegyd, im Bild mit Gemeinderätin Maria Gstöttner, Bademeisterin Helga Brandtner, Gemeinderätin Nicole Grabenweger und Gemeinderat Andreas Zuser sowie jungen Badegästen.
Foto: privat

Durchwachsen ist die Sommer-Saison in den von den Gemeinden geführten Freibädern verlaufen.

Zu den absoluten Gewinnern zählt Lilienfeld . Mit insgesamt 8.240 Eintritten gab es gegenüber 2020 (4.910 Eintritte) eine Steigerung um 68 Prozent. Hauptausschlaggebend sei der Juni gewesen – 4.869 Eintritte bedeuten über 4.300 mehr als im Juni 2020, der wegen des Schlechtwetters magere 518 Besucher ins Freibad lockte, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher. Dafür spielte diesmal der Vormonat nicht mit. „Der August war witterungsbedingt mit 1.156 Besuchern besonders schwach. Wäre der Einbruch wegen des Wetters im August nicht so stark gewesen, hätten wir sogar Zuwachs im Vergleich zu 2019 (8.649 Eintritte) gehabt“, analysiert das Stadtoberhaupt.

„Der August war witterungsbedingt mit 1.156 Besuchern besonders schwach"

Freude beim Blick in die Bücher kommt auch bei Thomas Schweiger, Geschäftsführer des Hainfelder Freibades, auf: 7.200 Besucher wurden heuer gezählt, im Vorjahr waren es 6.000. Die Steigerung führt Schweiger auf das im Schnitt gute Wetter und sieben Öffnungstage mehr (gesamt 68) als 2020 zurück. Das Motto der Gäste habe „Endlich raus nach dem Lockdown“ geheißen, meint der Geschäftsführer.

Der Blick in andere Freibäder des Bezirkes zeigt einen Besucherrückgang zum Vorjahr. Etwa 20 Prozent Gästeschwund meldet Amtsleiter Roland Sagmüller für Mitterbach – bei 17 Badetagen weniger (gesamt 59) als 2020. „Das Minus ist eindeutig auf das schlechtere Wetter 2021 zurückzuführen“, betreibt Sagmüller Ursachenforschung.

Ähnlich fällt die Bilanz im Türnitzer Naturschwimmbad aus. Geschäftsführer Karl-Heinz Wieland meldet im Vergleich zu 2020 an die 25 Prozent weniger Eintritte: „Grundsätzlich sind wir trotzdem zufrieden. Gerade Freibäder in der Größenordnung wie unseres sind von sich aus solchen Schwankungen unterworfen.“ Als Gründe für das Gästeminus ortet Wieland „die Einschränkungen durch Corona, die damit verbundene Vorsicht der Gäste und natürlich auch das zeitweise bescheidene Wetter in einer ohnehin kurzen Saison“.

„Grundsätzlich sind wir trotzdem zufrieden. Gerade Freibäder in der Größenordnung wie unseres sind von sich aus solchen Schwankungen unterworfen.

Ebenfalls rund 25 Prozent weniger Bad-Besucher als im Vorjahr bestätigt Gemeindebedienstete Bianca Vonwald für Hohenberg . „Grund dafür war, dass die meisten Jugendlichen gefehlt haben, da man ja in den Bädern einen Corona-Test vorlegen musste“, ist sie sich sicher.

3.600 Tagesgäste – 400 weniger als letztes Jahr – und 191 verkaufte Saisonkarten (plus 20 mehr zu 2020) bestätigt Vizebürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Wonisch als Geschäftsführerin des St. Aegyder Göllerbades . Im Gegensatz zum Besuch konnte das Badbuffet einen besonders guten Erfolg verzeichnen. „Es wurden insgesamt über 400 Schnitzel, 140 Fleischlaberl, 600 Portionen Pommes, 160 Chicken-Nuggets, 900 Flaschen Bier, 1.000 Spritzer, 1.600 Softdrinks, 400 Tassen Kaffee und 2.000 Eis verkauft“, rechnet Buffet-Geschäftsführerin und Gemeinderätin Nicole Grabenweger zufrieden vor.

Und Vizebürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Wonisch betont: „Unser Bad ist nicht mehr das Neueste, es hat in den letzten Jahren schon einige Schönheitsfehler abbekommen. Trotz alledem werden wir versuchen, die Badesaison in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.“