Mit Skiern durch Garten. Tourengeher querten Privatgrundstück, fuhren frisch gesetzte Pflanzen um und ratterten mit den Skiern über zehn Granitstufen im Garten von Franz Hochreiter. Er ist erbost.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 29. Januar 2019 (05:26)
privat
Franz Hochreiter kann es nicht fassen. Über diese Stiegen in seinem Garten sind die Skitourengeher einfach mit den Skiern gefahren. 

Unerwarteten Besuch von Unbekannten hatte Franz Hochreiter auf seinem Anwesen im Sonnleitgraben.
Zuerst wollte er seinen Augen kaum trauen, doch beim näheren Hinsehen entpuppte sich die „Fata Morgana““ als real: Drei Tourengeher – sie kamen aus Richtung Kaiserkogel – fuhren mit ihren Skiern einfach über die Wiese. „Dabei rissen sie einen frisch gesetzten Obstbaum um“, ärgert sich Hochreiter.

Doch die Rücksichtslosigkeit der Freizeitsportler steigerte sich noch. „Sie standen zwei Meter vom Swimmingpool entfernt mitten im Garten. Auf der betonierten Terrasse haben sie die Skier nicht abgeschnallt, im Gegenteil: Sie fuhren mit den Stahlkanten über gesetzte Blumen und Sträucher drüber – und zum Höhepunkt über zehn Granitstufen“, ist Hochreiter noch immer fassungslos.

„Ich bin neugierig, ob diese drei Herrschaften den Mumm haben, noch einmal zu kommen und sich zu entschuldigen.“ Franz Hochreiter, Eschenau

Auf seine Frage, ob es ihnen gefallen würde, wenn man sich in ihrem Garten so benehmen würde, musste Hochreiter als Draufgabe noch eine beleidigende Antwort einstecken. Und: „Ich bin neugierig, ob diese drei Herrschaften den Mumm haben, noch einmal zu kommen und sich bei mir zu entschuldigen.“

Vorfälle wie diese verärgern ihn. „Ich habe es immer begrüßt, wenn Gäste auf den Kaiserkogel kommen und habe mein Privatgrundstück kostenlos zum Parken zur Verfügung gestellt. Nur, wenn es immer mehr solche charakterlose Personen gibt, muss ich mir dies — zum Leidwesen derjenigen, die wissen, was Anstand heißt — gut überlegen und sämtliche privaten Parkmöglichkeiten sperren“, denkt Hochreiter Konsequenzen an.

Bürgermeister Alois Kaiser ist ebenso fassungslos über das Verhalten der Skitourengeher. „Durch solche Aktionen werden anständige Freizeitsportler in Verruf gebracht“, sagt er. Dass Hochreiter nun nicht mehr so entgegenkommend sein will, ist für Kaiser nachvollziehbar. Wie die Skitourengeher überhaupt in diesen Bereich des Sonnleitgrabens gekommen sind, verwundert ihn. Kaiser stellt in den Raum: „Die können nur wild durch den Wald, abseits gängiger Routen, gefahren sein.“

Umfrage beendet

  • Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit Tourengehern gemacht?