Urnengang für 1.500 Florianis im Bezirk Lilienfeld. Wechsel in mehreren Kommandos, Anton Weiss stellt sich der Wiederwahl als Bezirkschef.

Von Markus Zauner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:07)
Anton Weiss (li. im Bild) steht seit 2011 an der Spitze der Feuerwehren des Bezirkes Lilienfeld.
Halbwax (Weiss) bzw. LukeOnTheRoad, Shutterstock.com (Hintergrund)

An die 1.500 Florianijünger sind im Rahmen der alle fünf Jahre stattfindenden Feuerwehrwahlen im Jänner bezirksweit zu den Urnen gerufen. Schon im Vorhinein steht so gut wie fest: Ganz an der Spitze der 24 Feuerwehren wird sich nichts ändern.

Anton Weiss steht seit 2011 an der Spitze der Feuerwehren des Bezirkes Lilienfeld.
Halbwax

Denn sowohl Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss als auch sein Stellvertreter Richard Fuchs wollen sich wieder der Wahl stellen, bestätigt Anton Weiss. Zusätzliche Kandidaturen um diese zwei Positionen sind nicht in Sicht.

Klar ist auch schon: Weiss, der seit 2011 an der Spitze der Feuerwehren des Bezirkes steht und seit fünf Jahren zudem Landesfeuerwehrrat und Viertelsvertreter ist, wird nicht ganz die volle kommende Periode bis Anfang 2026 als Bezirksfeuerwehrkommandant fungieren können. Denn im Dezember 2025 wird der Kaumberger 65 Jahre alt — und mit 65 ist laut Feuerwehrstatuten Schluss mit dem Aktivdienst.

„Die Schlagkraft der Feuerwehr wird wie bisher bleiben.“ Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss

Gut möglich hingegen, dass Weiss bis Dezember 2025 gleich in zweifacher Führungsfunktion tätig sein wird — als Bezirksfeuerwehrkommandant und Chef der Freiwilligen Feuerwehr Kaumberg. Denn in Weiss’ Heimatgemeinde steht aus privaten Gründen der Rückzug des ganzen Kommandos ins Haus.

Er stehe als Kandidat zur Verfügung, erklärt Weiss auf NÖN-Anfrage: „Meine Feuerwehr liegt mir halt am Herzen.“ Kommt es zur (erwarteten) Wahl von Weiss zum Kaumberger FF-Kommandanten, wäre das ein Comeback, schließlich hatte der 60-Jährige diese Funktion schon einmal stolze 25 Jahre inne.

Wechsel kündigen sich freilich auch in anderen Feuerwehren an — etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr Lehenrotte, wo Kommandant Christian Teis (53) nach 26 Jahren das Zepter abgeben wird. Er wolle Jüngeren Platz machen, bestätigt Teis seinen Rückzug von der Spitze. Gleichzeitig verweist er auf die gute Aufbauarbeit in Lehenrotte und somit einen geeigneten Nachfolger.

Aus Altersgründen, um zwei weitere Beispiele zu nennen, wird es auch zu Wechsel bei den Kommandos in Rohrbach und Wiesenfeld kommen. Wobei in letzterer Wehr mit Stefanie Rotheneder eine Frau als neuer Kommandant-Vize in den Startlöchern steht. In Summe wird nach den Wahlen in etwa zwei Drittel der Feuerwehren zumindest ein Kommandomitglied neu sein – so auch in Hainfeld, der größten FF des Bezirkes.

Egal, wie die Zusammensetzung der Führungsspitzen letztlich ausschauen mag — für Bezirkschef Anton Weiss steht fest: „Die Schlagkraft der Feuerwehr wird wie bisher bleiben.“

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