Hainfelds Stadtgeschichte für Cineasten. „Bilder einer Stadt, Teil 2“ ließ die bewegte Zeit zwischen 1997 und 2007 in Hainfeld wieder lebendig werden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 17. Oktober 2019 (11:26)
Wohlmann
Zur Premiere von „Bilder einer Stadt, Teil II“ von Franz Lahner (l.) und Traudl Wolfschwenger (3. v. r.) fanden sich neben vielen anderen Bürgermeister Albert Pittlerle, Bundesratspräsident Karl Bader, Vizebürgermeister Andreas Klos, und Pater Paulus Müllner (von links) ein.

Stau in der Kirchengasse am Mittwochabend. Menschenauflauf vor dem Hainfelder Stadtkino. Nein, nicht Premiere eines Hollywood-Blockbusters, sondern die Präsentation von „Bilder einer Stadt, Teil II“, ein Film des Hainfelders Franz Lahner und der Ramsauerin Traudl Wolfschwenger.

Drei Vorführungen in zwei Kinosälen an diesem Abend waren bis auf den letzten Platz gefüllt, rund 270 Personen jeder Generation wollten Einblicke in die Hainfelder Stadtgeschichte der Jahre 1997 bis 2007 und sogar noch ein wenig darüber hinaus bekommen. „Nach dem ich ,Bilder einer Stadt, Teil I‘, eine filmische Aufarbeitung der Hainfelder Stadtgeschichte bis zum Jahr 1997 von Walter Lux gezeigt habe, haben mich zahlreiche Personen auf eine Fortsetzung angesprochen“, erzählt Franz Lahner, wie es zur Produktion von Teil zwei kam.

„Ziel des Films war es, dass Menschen sich und andere wieder erkennen.“Traudl Wolfschwenger, Filmemacherin

Lahner, selbst begeisterter Filmemacher, hat dafür in erster Linie eigenes Filmmaterial verwendet und zur Produktion sich die erfahrene einstige ORF-Redakteurin Traudl Wolfschwenger mit ins Boot geholt. „Meine Aufgabe war es, das umfassende mehrstündige Material auf eine Stunde zusammenzufassen“, erzählt sie.

Die Bildquellen zur Hainfelder Zeitgeschichte begeisterten sie: „Besonders beeindruckt haben mich die geschickt inszenierten Bildeinstellungen zur Montage der damals neuen Hainfelder Kirchenglocken“, schildert sie. Und: „Ziel des Films war es, dass Menschen sich und andere wiedererkennen, wie sie noch Kinder waren oder sich auch an Bürger erinnern, die heute nicht mehr am Leben sind.“

Der Film zeigt wichtige Ereignisse wie die Neueröffnung des Hauptplatzes, die Inbetriebnahme des Musikerheims oder auch den österreichischen Rekord im Kugelstoßen bei einem Bewerb in Hainfeld. „Bilder einer Stadt, Teil II“ ist nicht das erste gemeinsame Filmprojekt von Lahner und Wolfschwenger. Die beiden haben bereits mit der Hainfelder Zeitzeugendokumentation „Lebenserinnerungen“ aufhorchen lassen.

Ob jetzt die fehlenden Jahre bis zur Gegenwart noch als „Bilder einer Stadt, Teil III“ auf Leinwand gebracht werden, lassen die beiden noch offen. Teil zwei wird auf jeden Fall der Stadtgemeinde Hainfeld kostenfrei zur Verfügung gestellt.