Tourengehen liegt auch im Pielachtal im Trend

Schwarzenbach setzt auf sanften Tourismus, Frankenfels hat Kinderlift.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 05:04
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8265805_pie02darueber_hadingeneu_c_hadinger.jpg
Der Schwarzenbacher Tourismusobmann Gerhard Hadinger und seine Frau Eveline verweisen auf die neue Skiroutenführung am Geißenberg.
Foto: Hadinger

Das Pielachtal. Von der Natur her ein Paradies für Winterwanderungen, sei es nun mit Trekkingschuh, Schneeschuh oder auch Tourenski. Für letztere Sparten bedarf es jedoch, genau wie für das Langlaufen, an ausreichend Schnee und der ließ in den letzten Wochen auf sich warten. Erst zu Wochenbeginn stellte sich ein wenig weiße Pracht ein.

In Kirchberg gibt es eine rund drei Kilometer lange Loipe entlang der Mariazellerbahn, vom Tennisplatz ausgehend in Richtung Schwerbach. „Leider konnten wir bislang noch nicht spuren“, bedauert der Kirchberger Fremdenverkehrsobmann Gerhard Hackner. Eine fixe Skitourenroute findet sich in seiner Heimatgemeinde nicht. „Aber bei ausreichend Schneelage sind die Skitourengeher gerne am Fronberg unterwegs“, weiß er.

Winterwandern ist auch auf den Bergen rund um Rabenstein , wie am Geißbühel, möglich. Mit ausgedehnten Spaziergängen in der Natur hält sich Bürgermeister Kurt Wittmann fit, doch auch er merkt den Klimawandel: „Früher gab es in Rabenstein eine Langlaufloipe, ebenso Eislaufplätze bei der Schule und den Stockschützen. Aufgrund der milden Witterung der vergangenen Jahre war das leider nicht mehr sinnvoll möglich“, meint er.

Einen Kinderlift auf der Hofstadtwiese bietet die Gemeinde Frankenfels , ebenso braucht es hier zur Inbetriebnahme ausreichend Schnee. „Dieses Angebot ist bei Familien aus der Gegend sehr beliebt, weil Kinder bei uns, ohne dass man weit wegfahren muss, einfach, bequem und günstig das Skifahren lernen können“, berichtet Amtsleiter Arthur Vorderbrunner.

Skivergnügen in Annaberg, Mitterbach und Mariazell

Den sanften Winter-Tourismus fördern, möchte die Gemeinde Schwarzenbach. „Wir haben ein Pilot-Projekt mit den Alpinvereinen, dem Landesjagdverband, den Grundbesitzern und Skitourengehern gestartet“, informiert Tourismusverbandsobmann Gerhard Hadinger. Ziel ist es, dass alle einen gemeinsamen Weg finden, wie ein Tourismus in kleinen Gemeinden zur Zufriedenheit aller stattfinden kann.

„Sollte das Projekt in Schwarzenbach gut laufen, ist angedacht, es auch in anderen Regionen umzusetzen“, sagt Hadinger. In Schwarzenbach wurde dazu ein Parkleitsystem erstellt, neue Parkplätze wurden geschaffen und beim Anwesen Kowald, wo es in den letzten Jahren Probleme mit verparkten Straßenabschnitten gab, eine Parkverbotszone ausgeschildert, die NÖN berichtete:

Hadinger: „Außerdem wurde dort der Zugang zum Aufstieg der Skiroute abgeändert, sodass der Zugang nicht mehr durch das Anwesen Kowald führt.“ Die neue Skiroute ist bereits auf verschiedenen Plattformen im Internet einzusehen, zum Beispiel hier.

Gerne zieht es die Oberen Pielachtaler in das nahe gelegene Puchenstuben. Doch hier ließ der Schnee in letzter Zeit ebenso auf sich warten. Am Turmkogel in Puchenstuben muss man sich schließlich wie in Hochreit mit dem Wintersport gedulden.

Skispaß bieten hingegen die Skigebiete Annaberger Lifte, die Mitterbacher Gemeindealpe und die Bürgeralpe in Mariazell. Ein Ausflug dorthin lohnt sich, denn: „Alle drei Skigebiete sind in einem Skiverbund. Das heißt, dass alle Skipässe auf allen drei Bergen gültig sind“, informiert Katharina Heider-Fischer von den NÖ Bahnen, die die Gemeindealpe betreiben.

Umfrage beendet

  • Wie oft betreibt ihr im Winter Sport?