,,Forststraßen-Öffnung Gebot der Stunde". Naturfreunde-Landesvorsitzende reagiert auf Muckenkogel-Vergleich: ,,Sind gegen Kriminalisierung von Mountainbikern.“

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. Juni 2014 (14:18)
Das Mountainbiken am Lilienfelder Muckenkogel bleibt weiter Gesprächsthema.
NOEN, Wodicka

LILIENFELD / Unter dem Motto „Berg frei, Weg frei, Mensch frei“ diskutierte das Landespräsidium der Naturfreunde NÖ die Ereignisse um jene vier Mountainbiker, die nach der Fahrt auf den Muckenkogel vom Jagdpächter auf Unterlassung geklagt worden waren (die NÖN berichtete).

„Der geschlossene Vergleich vor Gericht freut uns für die Mountainbiker, da damit weiterer, auch finanzieller, Schaden abgewendet werden konnte“, erklärt Landesvorsitzende Karin Scheele. „Über die Ursache, warum es überhaupt zu dieser Kriminalisierung und damit zu den Anzeigen gekommen ist, muss man jedoch nachdenken“, so Scheele weiter. Denn: Radfahren liege im Trend und habe sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt. „Radfahren, Mountainbiken — zwei Sportarten, die eines vereint: die Bewegung in der Natur. Wir unterstützen sämtliche Initiativen, die die Ausübung der Sportart ,Mountainbike‘ in der Natur zulassen und damit den Sportlern die Ausübung ihres Hobbys ohne Beeinträchtigung ermöglichen“, betont Scheele. Verbunden sei damit natürlich die Einhaltung der Fair-Play-Regeln.

Scheele: ,,Als Naturfreunde liegen uns die Flora und Fauna am Herzen. Wir wissen, dass wir Gäste im Wald sind und uns auch so benehmen müssen — trotzdem ist für uns die Öffnung der Forststraßen zur Ausübung des Mountainbikens ein Gebot der Stunde. Damit in Zukunft keine Mountainbiker mehr wegen der Ausübung ihres Hobbys vor Gericht stehen müssen.“