Mariazeller Advent trotz Corona. Größeres Areal, keine Indoorprogrammpunkte – am 19. November soll Adventmarkt zum 21. Mal starten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 14. Oktober 2020 (04:08)
Fred Lindmoser

Bisher hagelte es Absagen bei den Adventmärkten in der Region. In Mariazell blickt man aber positiv auf die kommende Adventzeit: „Wir ziehen das durch! Da sind sich alle Beteiligten einig“, berichtet Andreas Schweiger von der organisierenden Mariazellerland GmbH.

„Wir werden dieses Mal ein besonderes großes Platzangebot schaffen, um alle Auflagen umsetzen zu können“

Am 19. November öffnet der 21. Mariazeller Advent seine Pforten. „Wir werden dieses Mal ein besonderes großes Platzangebot schaffen, um alle Auflagen umsetzen zu können“, erklärt Schweiger. Auf 10.000 Quadratmetern wird sich dieses Mal der Adventmarkt erstrecken. „Wir sind in engem Kontakt mit der Bezirksverwaltungsbehörde. In ein bis zwei Wochen wird es eine Gesetzesnovelle zu den Adventmärkten geben“, weiß Schweiger. Die Mariazellerland GmbH wird ihr Konzept aber schon vorher einreichen und dann etwaige Änderungen durchführen.

Neu ist heuer, dass auch der Lamprechter Platz Teil des Mariazeller Advents sein wird. Im Raiffeisensaal, wo sonst Kunsthandwerk ausgestellt wird und das Lebkuchenhaus mit dem Engerlpostamt eingerichtet ist, gibt es heuer kein Programm. „Wir sind noch auf der Suche nach einem passenden Platz für unser Postamt“, erklärt Schweiger, denn Sicherheit gehe vor. Um ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten zu können, wird es ein Zählsystem an den fünf Eingängen geben. „Registriert werden die Gäste bei uns nicht, nur gezählt“, präzisiert Schweiger.

Im Vorfeld werden schon die Hotelgäste erhoben und auch die Mariazeller. Der vorgeschriebene Platz von einem Quadratmeter pro Person, soll beim Mariazeller Advent verdoppelt werden. „Die große Unbekannte ist noch die Gastronomie“, betont Schweiger von der Mariazellerland GmbH. Dafür gebe es noch keine eindeutigen Richtlinien. „Wir werden sowohl Flächen mit ausreichend Sitzplätzen vorbereiten als auch Stände zum Mitnehmen haben.“

Veranstaltungen sollen durchgeführt werden

Nicht nur der Adventmarkt, auch die Veranstaltungen rundherum sollen durchgeführt werden, wobei es natürlich zu Änderungen kommen kann. Bezirkshauptmann Bernhard Preiner sagt den Veranstaltern seine Unterstützung zu: „Wir werden das unser Möglichstes tun, dazu beizutragen, dass es nach den Vorgaben funktionieren kann.“ Schließlich seien die Märkte auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Aber natürlich wisse man jetzt noch nicht, wie sich die Sache weiterentwickelt und welche Adaptierungen an den Konzepten durchgeführt werden müssen.

Dass rundherum die Adventmärkte abgesagt werden, macht Schweiger nicht nervös: „Das sind meistens kleine private Veranstalter. Für die ist es schwierig, die ganzen Vorschriften umzusetzen. Als Firma hat man da ganz andere Ressourcen.“

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