Drei Bürgerlisten starten im Bezirk Lilienfeld. Gemeinderatswahlen In Ramsau, St. Aegyd und St. Veit kandidieren Listen. FPÖ fehlt in Hohenberg. Grüne treten in zwei Gemeinden an.

Von Markus Zauner. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:27)
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Wer tritt bei den Kommunalwahlen am 26. Jänner wo an. Das steht seit der verstrichenen Einreichfrist für Kandidaturen fest.

Drei Bürgerlisten: In Ramsau fordert das Team um Frontmann Stefan Steinacher (STEFAN) die ÖVP im Kampf um den Bürgermeistersessel heraus. Bei der letzten Kommunalwahl schafften die Türkisen nur mehr die relative Mandatsmehrheit, Gertraud Steinacher brauchte für die Wahl zur ÖVP-Bürgermeisterin die Unterstützung der SPÖ.

In allen anderen dreizehn Kommunen des Bezirkes dürfte das Rennen um den Bürgermeister bereits vor dem Urnengang entschieden sein, zumal ÖVP und SPÖ gegenwärtig jeweils mit komfortablen absoluten Gemeinderatsmehrheiten regieren. Überraschungen gibt es allerdings in St. Veit, wo die Liste APÖ an den Start geht, und in St. Aegyd, wo sich die Bürgerliste „Unser St. Aegyd — Mut zu Neuem“ formiert hat.

Der weitere Parteien-Überblick im großen NÖN-Check:

ÖVP: Die Türkisen, die momentan neun der vierzehn Bürgermeister im Bezirk Lilienfeld stellen, treten am 26. Jänner in allen Bezirksgemeinden an. Mit 140 Gemeinderatssitzen ist die Volkspartei aktuell unangefochtener Spitzenreiter. In den Minderheitsgemeinden Hainfeld, St. Veit, Traisen, Hohenberg und St. Aegyd peilt ÖVP-Bezirkschef Karl Bader Zugewinne an. Zudem wolle man den Bürgermeisterstand halten. Sieben amtierende türkise Ortschefs, also jene in Lilienfeld, Türnitz, Eschenau, Rohrbach, Kleinzell, Ramsau und Kaumberg, führen die Partei erneut als Spitzenkandidaten an. Wechsel gibt es nur in Annaberg, wo Claudia Kubelka (NÖN/50) Langzeitortschefin Petra Zeh als Spitzenkandidatin ablöst. Ebenfalls nicht mehr im Aufgebot ist nach über 18 Jahren an der Gemeindespitze der Mitterbacher Bürgermeister Alfred Hinterecker. Für ihn tritt am 26. Jänner Thomas Teubenbacher als Zugpferd an (NÖN/35).

SPÖ: Gar keine Änderungen gibt es bei den SPÖ-Frontmännern: In St. Veit, Traisen, Hohenberg und Hainfeld stehen die bewährten Ortschefs am 26. Jänner wieder als Spitzenkandidaten zur Verfügung. Einen nicht alltäglichen Fall gibt es in St. Aegyd. „Ich werde für die SPÖ als parteifreies Mitglied kandidieren“, hatte Bürgermeister Karl Oysmüller bereits im September der NÖN bestätigt. Jetzt steht Oysmüller, der im Oktober 2018 von der Mehrheitsfraktion SPÖ zum neuen St. Aegyder Ortschef gekürt worden war, auf der SPÖ-Liste auch tatsächlich ganz oben. Die Sozialdemokraten, die derzeit im Bezirk 100 Mandate besetzen, möchten wie die ÖVP ebenfalls weiter gleich viele Ortschefs wie bisher stellen. Und: „In den Minderheitsgemeinden haben wir Potenzial, das eine oder andere Mandat dazuzugewinnen“, weiß SPÖ-Chef Albert Pitterle.

Keine NEOS-Kandidatur im gesamten Bezirk

FPÖ: Die Freiheitlichen schaffen bezirksweit in dreizehn Gemeinden eine Kandidatur. Nur in Hohenberg treten sie nicht an. Das Ziel der flächendeckenden Kandidatur haben die Freiheitlichen damit nicht erreicht. FPÖ-Bezirkschef Christian Hafenecker bildet in Kaumberg übrigens mit Reinhard Lintinger eine freiheitliche Doppelspitze — das Ganze nach dem Parteiausschluss von drei FPÖ-Gemeinderäten Anfang 2018, die seither als „wilde“ Mandatare fungieren, aber am 26. Jänner nicht mehr kandidieren.

Grüne: Derzeit sind die Grünen mit einem Mandat im Traisner Gemeinderat vertreten. Nach dem Rückzug von Christian Pradl tritt man hier nicht mehr an. Dafür haben die Grünen für den 26. Jänner in Hohenberg und Annaberg Kandidaten nominiert.

NEOS: Für sie ist der Bezirk ein weißer Fleck, es gibt keine einzige Kandidatur.

Umfrage beendet

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