Kind "vergessen": Wird Eltern das Sorgerecht entzogen?. Im Fall des am Sonntag in St. Pölten von seinen Eltern nächtens "vergessenen" Kleinkindes ist nun das Gericht am Wort!

Von Markus Zauner. Erstellt am 21. Juni 2019 (09:23)
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Symbolbild

Die Entscheidung ist gefallen: Nach ausführlicher Prüfung hat die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld bei Gericht einen Antrag auf Übertragung der Obsorge gestellt, bestätigt Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller auf NÖN-Anfrage.

Das Gericht muss somit entscheiden, ob den Eltern das Sorgerecht für den Buben entzogen wird. Bis zum Urteil des Gerichtes bleibt der Bub bei Pflegeeltern untergebracht, erklärt Kemetmüller.

Am Sonntag gegen 3.15 Uhr war auf dem Domplatz in St. Pölten ein herrenloser Kinderwagen mit dem Buben aufgefunden worden. Von Mutter und Vater fehlte jede Spur. Sie sollen in der Stadt unterwegs gewesen sein.

Der Bub wurde vorerst in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht. Er war unversehrt. Laut Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld wurde seitens der Jugendhilfe des Magistrats der Landeshauptstadt eine Erstmaßnahme in Form eines "vorläufigen Ausfolgeverbotes des Kindes" gesetzt. Die Eltern meldeten sich Polizeiangaben zufolge erst nach 7.00 Uhr bei der Inspektion Bahnhof und gaben an, dass sie ihr "Kind verloren" hätten.

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