Spielplatz Marktl zerstört: Vandale (16) ausgeforscht. Junger Mann wütete am Spielplatz in Marktl. Zerstörung von Aussichtswarte in Lilienfeld noch ungeklärt.

Von Markus Zauner. Erstellt am 19. Februar 2021 (03:31)
Nachdem ein 16-Jähriger diese Sitzgruppe am Spielplatz Marktl demoliert hat, kommt er bei der Neuanschaffung eines Ersatzes nun für die Hälfte der Kosten auf.
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Der Ärger war groß, als die Zerstörung im November des Vorjahres am Spielplatz Marktl entdeckt worden war: Ein vorerst Unbekannter hatte die dortige Sitzgruppe ruiniert.

Nun konnte der Täter — ein 16-jähriger Jugendlicher — von der Polizei ausgeforscht werden, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher: „Er ist geständig. Es tut ihm leid und seine Lehre daraus ist, dass so etwas von ihm aus nicht mehr vorkommen wird. Er will den Schaden wiedergutmachen.“

Mit den Stadträten habe er daher den Fall besprochen. Man sei der einhelligen Meinung, dass der Lehrling nicht den gesamten Preis einer neuen Garnitur übernehmen muss. „Die zerstörte Sitzgruppe war aus dem Jahr 2008 und hatte einen Anschaffungspreis von 825 Euro. Es wäre unfair, dem Lehrling dies zur Gänze umzuhängen. So haben wir uns geeinigt, dass die Anschaffung einer neuen Garnitur je zur Hälfte erfolgt“, betont Labenbacher.

Wichtig sei der Gemeinde, wieder eine Sitzgruppe am Spielplatz aufzustellen. Und der Ortschef kündigt an, noch genauer auf die Einhaltung der Spielplatzverordnung zu schauen: „Darum bitte ich auch die Bevölkerung: Jugendliche in diesem Alter haben auf dem Kinderspielplatz nichts verloren. Da sind doch ganz andere Interessen gegeben.“

Straßenbeleuchtung: 13.000 Euro Schaden

Der Vandalenakt am Spielplatz Marktl war freilich nicht der einzige in jüngerer Vergangenheit. „Die Aussichtswarte Ulreichshöhe wurde im Sommer 2020 massiv zerstört. Da sind die beziehungsweise der Täter noch unbekannt“, bestätigt Labenbacher. Und: „Am Kunstrasenplatz kommt es auch immer wieder zu Beschädigungen. Der Prallschutz und die Tore sind da die gefährdeten Stellen.“

Wer die Aussichtswarte Ulreichshöhe im Sommer 2020 zerstört hat, ist weiter ungeklärt.
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Die teuersten Sachbeschädigungen ortet das Lilienfelder Stadtoberhaupt freilich bei der Straßenbeleuchtung: „Wenn Masten angefahren werden und die Verursacher die Schäden nicht melden, also Fahrerflucht begehen.“ Das allein habe im Vorjahr an die 13.000 Euro ausgemacht.