Corona stoppt Lilienfelder Weltenbummler . Lilienfelder musste Radreise in Marseille beenden. Per Flugzeug schaffte er es über Barcelona heimwärts.

Von Markus Zauner. Erstellt am 25. März 2020 (03:23)
Der Lilienfelder Martin Müller beim Triumphbogen knapp vor Marseilles,kurz danach musste er seine Rad-Weltreise abbrechen.
privat

So war das Rad von Martin Müller am Flughafen in Marseille verpackt.
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„Ich hatte echt Zweifel, ob ich es noch nach Hause schaffe“, schildert Martin Müller. Der Weltenbummler, der seit Sommer des Vorjahres mit dem Fahrrad rund um den Globus unterwegs war, musste sein Abenteuer abbrechen, hat es aber gesund zurück in die Bezirkshauptstadt geschafft.

Bis zuletzt war er fest entschlossen, von seiner letzten Station Madrid bis nach Hause zu radeln. „Meine Bekannten und Verwandten in Österreich flehten mich an, sofort nach Hause zu kommen, da ich sonst vielleicht im Ausland festsitzen könnte“, erzählt Müller. Der Lilienfelder überquerte dennoch am Drahtesel die Pyrenäen und erreichte die Stadt Nîmes in Frankreich, von der aus er ins Rhonetal radeln wollte. „Als mir die ersten Gastgeber wegen der Krisensituation absagten und mir am Bahnhof in Nîmes gesagt wurde, dass bald alle Grenzen gesperrt werden, musste ich blitzartig handeln“, schildert Müller die prekäre Situation.

Statt nach Avignon fuhr der Lilienfelder nach Marseilles und buchte einen Flug über Barcelona nach Wien. Letztlich ging alles gut, Müller landete wohlbehalten in Österreich, wo ihn Spar-Kaufmann Walter Binder abholte. „Ich konnte mich noch in seinem Geschäft mit Lebensmitteln eindecken“, freut sich Müller.