Ötscherbasis als Treffpunkt der heimischen Naturparke. Die Vertreter der 46 österreichischen Naturparke trafen sich in der Ötscherbasis Wienerbruck.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:17)
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Die Vertreter des Naturparks Ötscher-Tormäuer beim Naturpark-Gipfel, von links: Florian Schublach, Dominik Kogler, Petra Zeh, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Naturpark-Obfrau Waltraud Stöckl, Verbands-Präsident Wolfgang Mair, Geschäftsführerin Naturparke Niederösterreich Jasmine Bachmann und Alfred Hinterecker.

20 der 46 Naturparke Österreichs befinden sich in Niederösterreich – darunter auch der größte: der Naturpark Ötscher-Tormäuer. Und genau dieser war heuer Austragungsort des Naturpark-Gipfels. Drei Tage diskutierten Vertreter der österreichischen Naturparke sowie die Gäste aus Südtirol über die Weiterentwicklung der Naturpark-Idee. Heuer stand das Thema Bildung im Mittelpunkt – eine der vier tragenden Säulen der österreichischen Naturparke.

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Das Thema Bildung stand beim Naturparkgipfel der 46 österreichischen Naturparke im Mittelpunkt. Im Bild LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Naturpark Österreich Verbandspräsident Wolfgang Mair mit Anna, Lily und Felix beim Bauen eines Fledermausnistkastens.

Die Bildungsangebote der Naturparke sind mannigfach: Mit Themenwegen, Erlebnisführungen durch die Naturvermittler und Ausstellungen bringen Naturparke der Bevölkerung und den Besuchern die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt näher. Seit zehn Jahren gibt es ein spezielles Angebot der Umweltbildung: die „Naturpark-Schulen“ – ein Zertifikat, das heute bereits 129 Schulen tragen, 20 davon in Niederösterreich, vier davon im Naturpark Ötscher-Tormäuer (die Volksschulen Gaming, St. Anton, Annaberg und Mitterbach). Daneben gibt es österreichweit noch 54 Naturparkkindergärten. Im Naturpark Ötscher-Tormäuer laufen laut Florian Schublach die diesbezüglichen Gespräche gerade in der finalen Phase.

„In Naturparkschulen werden lehrplanadäquate Inhalte in den verschiedensten Fächern in der Natur aufbereitet. Die Kinder werden so zu Multiplikatoren für die Eltern.“ Wolfgang Mair, Präsident

„In Naturpark-Schulen wird das Naturbewusstsein besonders gefördert. Hier arbeiten Naturpark, Schulen und Gemeinden eng zusammen, vermitteln den Schülern durch spannenden und erlebbaren Unterricht ein tiefes Verständnis für ihre Umwelt und den Naturpark“, weiß Wolfgang Mair, der Präsident des Verbandes der Naturparke Österreichs. Von der Begeisterung und dem Wissen in den unterschiedlichsten Fächern, das man in Unterrichtsstunden im Lebensraum Naturpark vermitteln kann, überzeugten sich die rund 100 Teilnehmer der Fachtagung am zweiten Tag. „Es war spannend, wie man Unterrichte mit relativ einfachen Miteln ganz spannend gestalten kann“, war Mair begeistert.

Vollste Unterstützung sicherte auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf den Naturparken zu. Er will sich bei EU-Kommissar Johannes Hahn auch für eine bessere und vor allem schnellere Förderabwicklung einsetzen. „Der sanfte Naturtourismus ist immer stärker im Kommen. Alleine in Niederösterreich haben wir hier ein Plus von 25.000 Nächtigungen. Und die Wertschöpfung durch die Naturparke in Österreich liegt bei rund 144 Millionen Euro“, weiß Pernkopf.

Übrigens: Im Rahmen der Tagung wurde auch wieder von einer unabhängigen Jury der Naturpark des Jahres gekürt: Heuer ist das der Naturpark Karwendel in Tirol. Der Naturpark Ötscher-Tormäuer kam heuer nach zwei zweiten Plätzen en suite auf den dritten Platz. „Ich bin optimistisch, dass der Naturpark Ötscher-Tormäuer bei dieser Wertung bald einmal ganz vorne zu finden ist“, sagt Wolfgang Mair.

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