Firma Hafelder in Ramsau: Eine Million für Fräsmaschine. Die Firma Hafelder errichtet ein Bearbeitungszentrum. Im Juli/August ist die Inbetriebnahme in Ramsau vorgesehen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. Mai 2021 (03:07)
Die Firma Hafelder erweitert die Photovoltaik auf den Hallendächern um zusätzliche 200 Kilowatt-Peak. 
Hafelder

,,Unsere Kunden brauchen immer längere, breitere und genauere Frästeile. Daher haben wir uns entschieden, in ein für unsere Verhältnisse großes Bearbeitungszentrum zu investieren“, verrät Firmenchef Friedrich Gruber. Mit der neuen Maschine, die um rund 1,1 Millionen Euro angekauft wird, kann die Hafelder Präzisionsteile GmbH künftig bis zu einer Länge von sechs Metern, einer Breite von 1,2 Metern und einer Höhe von 1,3 Metern fräsen. Die Lieferung und Inbetriebnahme sind heuer im Juli/August geplant.

Mit der Großinvestition seien zudem ein paar neue Arbeitsplätze verbunden. „Grundsätzlich suchen wir immer fähige Mitarbeiter und bieten auch Lehrstellen an. Von unseren derzeit etwa 50 Mitarbeitern sind es 34, die den Lehrberuf bei uns im Haus erlernt haben und nach abgeschlossener Lehre bei uns geblieben sind“, betont Gruber.

„Auch unsere kleineren Kunden sind seit Jahresanfang sehr aktiv.“ Friedrich Gruber

Trotz andauernder Corona-Krise sei die Auftragslage momentan sehr gut. Gruber: „Wir haben gegen Ende letzten Jahres und Anfang dieses Jahres einige Großaufträge bekommen. Auch unsere kleineren Kunden sind seit Jahresanfang sehr aktiv.“ Spürbar sei die Pandemie allerdings ab dem ersten Lockdown gewesen. „Wir haben diese Zeit durch Kurzarbeit überbrückt, es gab bei uns aber keine Kündigungen“, bestätigt Gruber.

Hafelder hat sich im Laufe der Zeit rein auf die Lohnfertigung von Kleinst- und Kleinserien spezialisiert. „Wir zerspanen alles, was zerspanbar ist – quer durch, von Aluminium bis Zirkonium“, erläutert der Firmenchef gegenüber der NÖN.

Auf die Natur wird freilich geschaut. Der Strom für die Produktion kommt seit Jahrzehnten schon von den vier Wasserkraftanlagen in Ramsau. Und Gruber kündigt eine weitere Investition an: „Vor zwei Jahren haben wir 200 Kilowatt-Peak (kWp) Photovoltaik auf unsere Hallendächer montieren lassen und verbrauchen den Sonnenstrom zur Gänze selbst. Heuer erweitern wir unsere Photovoltaik um zusätzliche 200 kWp.“

Grubers stolzes Resümee: „Mit unseren 30 Dreh- und 25 Fräsmaschinen sind wir sehr schlagkräftig und schnell. Damit haben wir uns am Markt durchaus einen Namen machen können, wodurch wir auch ständig weiterempfohlen worden sind.“ Auf diese Weise habe sich ein relativ großer Kundenstamm aus einem guten Mix von Groß- und Kleinkunden aufgebaut.