Jubel über die Gerichtssanierung. 3,1 Millionen fließen in Erneuerung und Umbau. Politiker einig: „Ist Schritt zur langfristigen Standortabsicherung.“

Von Markus Zauner. Erstellt am 05. Dezember 2017 (05:37)
„Auf unsere Landeschefin ist zu 100 Prozent Verlass. Sie spricht nicht nur von der Stärkung des ländlichen Raumes, sondern sie lebt diesen Gedanken auch“, freute sich Vizeortschef Manuel Aichberger (r.) bei der Präsentation der Sanierungspläne für das Gericht. Im Bild mit Landtagsabgeordnetem Karl Bader, Justizminister Wolfgang Brandstetter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Ortschef Wolfgang Labenbacher (v. l.).
NOEN, NLK Filzwieser

NÖN-Leser sind schon seit letzter Ausgabe exklusiv über die fixierte Generalsanierung des Bezirksgerichtes Lilienfeld im Bilde. Im Rahmen einer Pressekonferenz informierten Vizekanzler und Justizminister Wolfgang Brandstetter sowie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Donnerstag über Details.

Insgesamt fließen in das aus dem Jahr 1895 stammende Gebäude in der Babenbergerstraße, das dem Land NÖ gehört und großteils langfristig an das Bundesministerium für Justiz (BMJ) vermietet ist, in den kommenden eineinhalb Jahren 3,1 Millionen Euro.

Der Ist-Stand: Ein Blick auf das aktuelle Aussehen.
NOEN, NÖN

1,53 Millionen Euro davon investiert das Land NÖ, 900.000 Euro kommen vom BMJ in Form eines Baukostenzuschusses, 670.000 Euro über den Klima- und Energiefonds. Zusätzlich wird seitens des BMJ in die Einrichtung und Büroausstattung investiert.

„Die Justiz kann ab dem Frühjahr 2019 ihre Leistungen zeitgemäß in Lilienfeld anbieten.“ Vizekanzler und Justizminister Wolfgang Brandstetter

„Die Justiz kann ab dem Frühjahr 2019 ihre Leistungen zeitgemäß in Lilienfeld anbieten, alle Räumlichkeiten sind künftig barrierefrei erreichbar, das ist ein wichtiger Fortschritt“, erläuterte der Vizekanzler.

Ansicht: So soll die Westansicht des Bezirksgerichtes nach erfolgter Sanierung ausschauen.
NOEN, Ansicht: Amt der NÖ LR, Abteilung Gebäudeverwaltung LAD3

Ziel der geplanten Sanierungsmaßnahmen und Umbauarbeiten sei es laut Brandstetter, die derzeit in den Geschoßen des Gebäudes verteilten Räumlichkeiten des Gerichtes im Erdgeschoß und dem ersten Obergeschoß zusammenzuführen. „Wir investieren gemeinsam mit dem Land NÖ vor allem in die Neugestaltung der Eingangskontrollen und die Errichtung eines Aufzugs“, so Brandstetter.

„Unsere Regionen müssen lebenswert bleiben, mit ausreichender Infrastruktur und wertvollen Arbeitsplätzen“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte: „Unsere Regionen müssen lebenswert bleiben, mit ausreichender Infrastruktur und wertvollen Arbeitsplätzen.“ Eine der Maßnahmen dafür sei die Dezentralisierung der Verwaltung, wofür mit der Sanierung des Bezirksgerichtes Lilienfeld ein weiterer Schritt erfolge. Und: Es gehe nicht nur um Maßnahmen der Barrierefreiheit und die Modernisierung der Verhandlungssäle, sondern auch „um die Erhöhung der Sicherheit für die Mitarbeiter, Investitionen in die Gebäude-Infrastruktur sowie um ökologische Maßnahmen“, nannte Mikl-Leitner weitere Projektdetails.

Die Freude bei der Lilienfelder Stadtspitze ist unüberhörbar. Vizebürgermeister Manuel Aichberger, der sich gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Labenbacher und Landtagsabgeordnetem Karl Bader erfolgreich für den Erhalt und die Adaptierung des Gerichtes eingesetzt hat: „Unsere guten Kontakte zu Bundes- und Landespolitik haben das Ziel einer Generalsanierung nach vielen Jahren nun endlich Wirklichkeit werden lassen. Die Dimension dieses Erfolges für Stadt und Bezirk kann man gar nicht hoch genug schätzen.“

Langfristige Absicherung von Arbeitsplätzen

Es handle sich nicht nur um die Renovierung eines in die Jahre gekommenen Gebäudes, sondern um die langfristige Absicherung und zukunftsträchtige Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen. „Die Gerichtsmitarbeiter und Einwohner unseres Bezirkes erhalten zudem eine neue, moderne und zeitgemäße Justizeinrichtung“, so Aichberger. Labenbacher sprach bei der Präsentation der Sanierung von einem „großen Tag der Freude für Lilienfeld“. Er sei überzeugt, dass „mit dem Bauprojekt am Bezirksgericht Lilienfeld der Bevölkerung sehr geholfen wird“.

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