Erstellt am 04. November 2013, 13:25

Gruber: Ab nach Afrika. Interview / Traisens Ex-Tankstellenpächter Horst Gruber und seine Lebensgefährtin Helga Guggenberger über ihre jüngste Tour und die Pläne, alle Länder dieser Welt zu sehen.

Gruber und Guggenberger posierten vor dem Somoni-Monument in Tadschikistan.  |  NOEN
Gespräch: Markus Zauner

NÖN: Herr Gruber, Sie haben mit der Bereisung von Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan soeben auf 173 gesehene Länder aufgestockt. Wie schauen Ihre neuen Reisepläne aus?
Gruber: Ende November, Anfang Dezember geht es für rund vier Monate nach Afrika. Wir wollen den Senegal, Kap Verde, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Sierra Leone, Liberia, Madagaskar, Mauritius, die Seychellen, die Komoren, Mauretanien, Äquatorialguinea sowie Sao Tome und Principe besuchen. Das wären dann vierzehn neue Länder auf meiner Liste, wofür wir übrigens rund 22 Visa benötigen werden. Spätestens im Sommer 2015 will ich dann alle 193 Länder dieser Erde gesehen haben.

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Das heißt, nach Ihrer im April 2014 geplanten Rückkehr von der beschriebenen Reise bleibt wenig Zeit zum Verschnaufen?

Ja, Ende Mai 2014 wollen wir Richtung Somalia, Eritrea und Dschibuti aufbrechen. Eventuell besuchen wir auf dieser Reise dann auch noch den Jemen.

Noch einmal zu Ihrer jüngsten Tour: Wie viele Kilometer haben Sie in Usbekistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan mit dem ,,Abstecher“ nach Afghanistan zurückgelegt?
1.800 Kilometer per Eisenbahn sowie 3.700 Kilometer mit diversen Taxis und Sammel-Taxis.

Die Höhepunkte der Reise?
Der krasse Kulturunterschied zur europäischen Welt in Afghanistan. In Turkmenistan haben wir als Höhepunkt in einem Museum den größten gewebten Teppich der Welt mit den Maßen von 14 mal 21 Metern gesehen. In Usbekistan waren die Städte Samarkand und Taschkent mit den Mausoleen und Moscheen sehenswert.

Die größten Enttäuschungen der Reise?
Da sind vor allem die Verfeindungen der bereisten Länder untereinander zu nennen. Dazu kommt die Unfreundlichkeit der Turkmenen — und das Kuriosum, dass bei der Einreise in Turkmenistan pro Person zehn Dollar Begrüßungsgebühr zu zahlen sind.

Gab es für Sie auch gefährliche Situationen?
Die mit Waffen überausgestatteten Grenz- und Vorgrenzposten waren nicht gerade beruhigend. Am gefährlichsten waren aber wohl die Taxi-Fahrten. Da ging es mit 120 bis 130 km/h Bundesstraßen entlang — mit teils waghalsigen Überholmanövern.