Anschlussbahn Traisental bis 2031 gesichert

Für 2022 bis 2031 sind insgesamt 2,2 Millionen Euro an Landesfördermitteln vorgesehen.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 15:17
Lesezeit: 2 Min
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Landesrat Jochen Danninger, Bundesrat Karl Bader und Landesrat Ludwig Schleritzko (v. l.) beim Lokalaugenschein.
Foto: NLK Reinberger

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und sein für Wirtschaft zuständiger Regierungskollege Jochen Danninger waren bereits im Sommer 2020 im Traisental zu Betriebsbesuchen beim Sägewerk Brunner-Stern und im Unternehmen Isoplus Fernwärmetechnik. Damals wurde die politische Unterstützungszusage für das Vorzeigeprojekt Anschlussbahn Traisental von Freiland nach St. Aegyd getätigt. 

Mit Beschluss der NÖ Landesregierung wurde nun der Fortbestand der Strecke bis 2031 finanziell abgesichert.

„Die Anschlussbahn stärkt einerseits den Wirtschaftsstandort und entspricht andererseits unserer ökologischen Verantwortung. Durch den Bahntransport können LKW-Fahrten vermieden und dadurch die Verkehrs-, Lärm- und Emissionsbelastung in der Region verringert werden“, sind sich Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko einig. Für 2022 bis 2031 sind insgesamt 2,2 Millionen Euro an Landesfördermitteln aus den beiden Ressorts vorgesehen.

Aufrechterhalten werden mit der Absicherung der Anschlussbahn Traisental auch die Gleisanschlüsse zum Holzsägewerk der Firma Brunner-Stern und der isoplus Fernwärmetechnik mit gemeinsam 250 bis 300 Beschäftigten sowie Holzverlademöglichkeiten in Hohenberg und St. Aegyd. „Die Anschlussbahn hat somit auch in wirtschaftlicher Hinsicht hohen Stellenwert für die Region. Damit ist die weitere Förderung der Strecke auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort und den damit verbundenen Arbeitsplätzen", weiß Landesrat Jochen Danninger.

Amtskollege Ludwig Schleritzko ergänzt: „Jede Tonne, die statt auf der Straße mit dem Zug transportiert wird, ist eine Entlastung für unser Klima. Gerade Anschlussbahnen vom öffentlichen Bahnnetz hin zu Unternehmen sind entscheidend, wenn es darum geht den Waren- und Gütertransport vermehrt auf die Schiene zu bringen. Aus diesem Grund wird die Förderung des Landes auch fortgeführt“.

Die Kleinregion Traisen-Gölsental, bestehend aus elf Gemeinden, betreibt seit 2012 die von der ÖBB übernommene Strecke Freiland-St. Aegyd. Transportiert wird hauptsächlich Holz, das Transportvolumen beträgt rund 36.000 Tonnen pro Jahr.

„Mit der Übernahme der Bahnstrecke haben meine Vorgänger großen Weitblick bewiesen, dieser kommt nun bereits seit Jahren der Region zugute“, zeigt sich Manuel Aichberger, der Obmann der Kleinregion, von der Strategie der Kleinregion überzeugt. Die Traisen-Gölsental Regionalentwicklungs GmbH hat eine Güterverkehrsstudie in Auftrag gegeben, welche die Grundlage zur Optimierung des Anschlussbahnbetriebs bei gleichzeitiger Steigerung der Transportmenge durch begleitende Aktivitäten darstellt.

Damit die Strecke in betriebstauglichem Zustand bleibt, sind laufende Erhaltungsmaßnahmen und Investitionen notwendig. „Vorgesehen sind zum Beispiel Instandhaltungsarbeiten bei den Eisenbahnkreuzungen, Ersatzneubauten bei Durchlässen und im Oberbaubereich sowie Maßnahmen zur Brückenertüchtigung. Zusätzlich ist die Etablierung eines touristischen schienengebundenen Erlebnisbahnverkehrs gemeinsam mit dem Österreichischen Club für Diesellokgeschichte geplant“, informiert Roland Beck, Geschäftsführer der Traisen-Gölsental Regionalentwicklungs GmbH.

Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki abschließend: „Die Regionalförderung, die ecoplus für das Land Niederösterreich umsetzt, ist für die Gemeinden, Regionen und Projektträger ein starker Partner. Die Projekte werden direkt in den Regionen umgesetzt und setzen wichtige Impulse für die weitere regionalwirtschaftliche Entwicklung.“