Erfolgreich mit Alpakas. Hainfeld: Zuchttiere der Kaufmanns erhielten bei nationaler Show tolle Bewertungen. Derzeit setzen sie rein auf Verwendung der Wolle, schließen aber Wanderungen nicht aus.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 30. April 2021 (04:25)
Alfred und Rosi Kaufmann waren mit ihren Alpakas bei der nationalen „Alpaka Show– on Tour“ erfolgreich.
privat/zVg Kaufmann, privat/zVg Kaufmann

„Schauen Sie ein Alpaka an und Sie wissen, warum ich diese Tiere züchte“, antwortet Alfred Kaufmann, warum er sich mit seiner Gattin Rosi seit mittlerweile 2013 dieser aus den südamerikanischen Anden stammenden kleinen, domestizierten Kamelform widmet.

Jetzt waren die Kaufmanns mit ihren Tieren bei der nationalen „Alpaka Show – on Tour“ erfolgreich. Sie haben sechs Tiere bei dieser Zuchtschau genannt und alle wurden prämiert. Hengst Nanuk errang einen zweiten Platz; auch Zoe, Soi, Mike und Sky landeten auf zweiten und dritten Plätzen. Die sechs Monate alte Oxana rangierte auf Platz vier. Bewertet werden bei einer Zuchtschau zu 50 Prozent die Wolle und zu 50 Prozent das Exterieur; Hengst Nanuk erreichte 178 Punkte bei einem Maximum von 200 Punkten. Doch kann man die Alpakazucht nicht nur als Hobby, sondern als Einnahmequelle sehen?

„Schauen Sie ein Alpaka an und Sie wissen, warum ich diese Tiere züchte“

„Alpakas boomen voll“, ist Kaufmann überzeugt. Schweren Herzens wird er wohl heuer einige verkaufen. Daneben hat er zudem Schafe am Hof in Bernau. Stolz sind die Kaufmanns auf alle ihre Alpakas. Gedeckt wird nur mit Natursprung. Elf Monate und zehn Tage ist eine Alpaka-Stute trächtig. Einmal im Jahr werden die Tiere geschoren, aus der Wolle werden je nach Qualität Garn, Decken oder Schuheinlagen gefertigt. Ab einem Jahr ist das Fell zum Scheren geeignet. „Dafür braucht es aber fünf bis sechs Leute; zwei bis drei zum Scheren, der Rest trennt die Wolle“, erzählt er. Dabei passiert den Tieren natürlich nichts.

Alpakas dienen jedoch nicht nur zur Wollgewinnung, viele sehen sie als lieb gewonnene Freizeitbegleiter. „Alpakawandern boomt. Wir bieten das derzeit noch nicht an, möchten das aber eventuell künftig auch machen. Dafür müssen wir die Tiere aber erst ausbilden“, erklärt Kaufmann.