Giftstoffe der Putzerei Heilmeier werden entfernt. 233.000 Euro müssen Stadt und Bund aufbringen, um einstige Umweltsünden zu beseitigen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 28. Juni 2019 (03:10)
Symbolfoto: Shutterstock.com/Stockimo
Die Putzerei Heilmeier ist bundesweit kein Einzelfall an Wäschereiunternehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten Giftstoffe zum Reinigen eingesetzt haben.

Sie sind ein seit Jahrzehnten bislang ungelöstes Problem in der Stadt — die im Grundwasser befindlichen Altlasten der einstigen Putzerei Heilmeier. Diese war zwischen 1967 und 1996 in Betrieb.

„Durch die Verwendung von Tetrachlorethen als Reinigungsmittel kam es zu einer Verunreinigung des Untergrundes und einem Schadstoffeintritt ins Grundwasser"

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde nun der Auftrag an eine Spezialfirma zur Altlastensanierung vergeben. 233.000 Euro wird die Entfernung dieser Giftstoffe ausmachen, 65 Prozent davon fördert der Bund. Zur Erhebung der Belastung wurde eine Studie durchgeführt. Probebohrungen, Grundwasserprobenahmen und Bodenluftuntersuchungen wurden dabei durchgeführt. Der Untergrund ist hier mit chlorierten Kohlenwasserstoffen verunreinigt.

„Durch die Verwendung von Tetrachlorethen als Reinigungsmittel kam es zu einer Verunreinigung des Untergrundes und einem Schadstoffeintritt ins Grundwasser. Dieses Mittel war in den 70er- und 80er-Jahren in Putzereien üblich“, erklärt Martin Angelmaier, stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes NÖ.

Laut Altlastenkataster (www.altlasten.gv.at) stellen diese Rückstände „eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar“, denn am Altstandort der Putzerei ist der Untergrund durch chlorierte Kohlenwasserstoffe massiv verunreinigt. Die Fläche und das Volumen des verunreinigten Bereiches liegen in einer Größenordnung von 50 Quadrametern und 450 Kubikmetern.

Die Länge der Schadstofffahne im Grundwasser wird mit 200 Metern bemessen. Die Schadstoffkonzentrationen bis zu einer Entfernung von 20 Meter stromab des Altstandortes sind als sehr hoch zu beurteilen.

Grundwasser muss mit Aktivkohle gereinigt werden

Mittels Sperrbrunnen soll das Grundwasser wieder gereinigt werden. „Damit wird das verunreinigte Grundwasser aufgefangen und mit Aktivkohle, die wie ein Filter wirkt, gereinigt“, erläutert Angelmaier weiter. Das gesäuberte Grundwasser wird dann zurückgeleitet. Im Herbst werden die Sperrbrunnen errichtet, die Säuberung wird einige Jahre in Anspruch nehmen.