Katharina Rotteneder brillierte bei Landeswettbewerb. Hainfelder Konditorei Hinterleitner hat den besten Konditorlehrling des Bundeslandes im Team.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 04. Februar 2020 (04:06)
Mit einer Urkunde der Wirtschaftskammer wurde Katharina Rotteneder als bester Zuckerbäcker-Lehrling des Landes gewürdigt. Ihre Ausbildung macht sie bei Konditormeister Mario Hinterleitner in Hainfeld.
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Sie ist erst 17 Jahre jung, befindet sich im dritten Lehrjahr und ist schon bester Zuckerbäcker-Lehrling des Landes: Katharina Rotteneder.

Diesen Titel holte sie sich beim Landeslehrlingswettbewerb der Konditoren in Baden. Ihre Ausbildung macht die Rohrbacherin in der renommierten Konditorei Hinterleiter in Hainfeld – und das mit großer Freude, wie sie im NÖN-Gespräch erzählt. „Ich wollte schon immer Konditorin werden“, sagt sie, dass sie schon von klein auf mit ihrer Mutter gerne gebacken hat. Die Konditorei Hinterleitner in Hainfeld kannte sie vom Eisessen. Als dann die Möglichkeit bestand, hier eine Schnupperwoche im Rahmen ihrer Zeit im Polytechnischen Lehrgang in Hainfeld zu machen, nutzte sie diese sofort. „Ich habe gehört, dass man hier viel lernt“, begründet sie die Wahl ihrer Ausbildungsstätte. Auch Konditormeister Mario Hinterleitner ist der Schnupperlehrling „gleich gut aufgefallen“, wie er sich erinnert.

Derzeit ist Rotteneder der einzige Lehrling, den er in seinem Unternehmen hat. Die Konditorei Hinterleiter bildet aber schon seit 1978 erfolgreich Zuckerbäcker aus, die auch immer wieder bei Lehrlingswettbewerben hervorstachen.

„Jetzt beginnen wir gerade mit der Produktion von Schoko-Osterhasen“

Der Arbeitstag von Rotteneder beginnt um 5 Uhr und dauert bis 14 Uhr. Die Arbeit macht ihr großen Spaß. Jeden Tag werden bei Hinterleitner verschiedenste Torten, Kekse und Schokoladen frisch zubereitet. „Jetzt beginnen wir gerade mit der Produktion von Schoko-Osterhasen“, erzählt Hinterleitner. Zuckerbäcker könne jeder – Fleiß und Willen vorausgesetzt – erlernen. Kreativität, handwerkliches Geschick und die Liebe zu süßen Verführungen seien von Vorteil.

Für den Landeslehrlingswettbewerb hat sich Rotteneder gut vorbereitet. In nur fünf Stunden mussten eine Festtagstorte dekoriert, Pralinen getunkt, ein Blumenbouquet verziert, „Petit four“ gestaltet und eine Torte mit Schriftzug versehen werden. Jetzt bereitet sie sich auf den Bundeswettbewerb im Juni in Wien vor.

„Isst man sich als Zuckerbäcker nicht irgendwann von den süßen Verführungen ab?“, will die NÖN wissen. „Nein. Bislang esse ich noch immer sehr gerne Süßes, am liebsten Schokolade“, schmunzelt Rotteneder.