Mehr Platz für Kinderbetreuung. Ab 11. Februar werden Zweieinhalbjährige am Gartenweg bestens versorgt. Stadtgemeinde reagiert auf Bedarf durch Zuzug.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 05. Februar 2019 (05:34)
Stadtgemeinde Hainfeld
Andreas Sulzer und Johann Eigelsreiter richten die neue Kindertagesbetreuung ein. Einen Blick auf die letzten Umbauarbeiten machten Pädagogin Bettina Fessel, Bürgermeister Albert Pitterle, Stadtamtsdirektor Oliver Speck und Gemeindemitarbeiter Willi Pitterle (v. l.).

„Durch die Schaffung von neuem Wohnraum sind viele Familien mit Kindern zu uns gezogen. Das ist sehr erfreulich, weil das unsere Stadt belebt. Aber darauf müssen wir jetzt auch reagieren, sonst werden unsere bestehenden Strukturen im Bereich Kinderbetreuung platzmäßig gesprengt“, sagt Ingrid Sperl, Stadträtin für Jugend, Familie und Freizeit.

Mit 11. Februar geht sie in Betrieb, die neue Kleinkindertagesbetreuung. „Das ist ein Angebot der Stadtgemeinde an Eltern, dass diese ihre Kinder ab zweieinhalb Jahren unterbringen können“, sagt Sperl, denn: „Der bestehende Landeskindergarten mit rund 90 Kindern in vier Gruppen ist platzmäßig am Limit.“ Jüngere Kinder werden nicht genommen. „Wir wollen keine Konkurrenz zur bestehenden Montessori-Kindergruppe sein“, betont Sperl.

„Der bestehende Landeskindergarten mit rund 90 Kindern in vier Gruppen ist platzmäßig am Limit.“ 
Ingrid Sperl, Stadträtin für Jugend, Familie und Freizeit

Die neue Betreuungseinrichtung wird in einer ehemaligen Gemeindewohnung am Gartenweg 12, wo auch die Volkshilfestation ist, eingerichtet. Rund 50.000 Euro kostet laut Stadtamtsdirektor Oliver Speck die Adaptierung der Räumlichkeiten. Einstimmig im Vorjahr im Gemeinderat beschlossen, war Ende Dezember des Vorjahres Baubeginn, die Restarbeiten erfolgen diese Woche.

Stadtgemeinde Hainfeld
Stadträtin Ingrid Sperl (kleines Bild) plante aufgrund ihres pädagogischen Fachwissens die neue Kindertagesstätte.

Für die laufenden Personalkosten will die Stadtgemeinde um eine Landesförderung ansuchen, denn hier werden zwei Sozialpädagoginnen und eine Helferin ihren Dienst versehen. Acht Kinder sind bereits angemeldet. Eine Einschreibung im Landeskindergarten ist dafür Voraussetzung. Sobald es die Witterung zulässt, wird noch ein Spielplatz im Garten errichtet.

Die Kindertagesbetreuung hat montags bis freitags zwischen 8 und 12 Uhr geöffnet. Kinder, die länger bleiben sollen, werden danach im nahe gelegenen Landeskindergarten weiterbetreut. Der Kinderboom macht sich auch im Hort bemerkbar. Sperl, selbst Hortleiterin, berichtet: „Hier wurde bereits im März des Vorjahres eine zweite Gruppe eingerichtet.“ Zu betreuen gäbe es auch immer wieder Kinder von Flüchtlingen. „Für sie ist der Hort als auch der Kindergarten sehr wichtig zur besseren sozialen Integration und zum Erlernen der deutschen Sprache“, so Sperl, die sich freut, wie schnell diese Kinder lernen und wie gut das Miteinander unter allen Kindern wertfrei funktioniert.

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