Neuer Polizeichef für die Stadt. Klaus Berger ist Kommandant auf der Hainfelder Dienststelle. Er will die sichtbare Präsenz der Exekutive erhöhen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 24. Oktober 2019 (07:49)
Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner (von rechts) wünscht Klaus Berger viel Erfolg für die neue Aufgabe als Hainfelder Polizeikommandant und lässt im NÖN-Gespräch wissen: „Mit der Bestellung von Klaus Berger wurde meinem Wunsch absolut Rechnung getragen.“
Foto: Wohlmann

„Fußstreifen, unter tags wie auch zur Nachtzeit, machen auf jeden Fall Sinn.“ Davon ist Kontrollinspektor Klaus Berger überzeugt.

Der neue Hainfelder Polizeikommandant hat ein klares Ziel vor Augen: die sichtbare Präsenz der Exekutive im Gölsental und Umgebung noch weiter zu erhöhen. Er kennt das Hainfelder Rayon, das die Stadt Hainfeld sowie die Gemeinden Rohrbach, Ramsau und Kaumberg umfasst und an die Bezirke Baden und St. Pölten-Land angrenzt, bestens.

Schließlich versieht der 55-jährige gebürtige Hainfelder hier bereits seit Oktober 1992 Dienst und war seit zehn Jahren Kommandant-Stellvertreter. Zuvor hat er Mitte der 80er- bis Anfang der 90er-Jahre Erfahrung in Mödling gesammelt und dann den Dienstführenden Kurs absolviert.

„Es meldete jemand, dass eine Robbe in der Gölsen schwimmt. Bei einer Nachschau entpuppte sich diese als Biber.“ Klaus Berger,Hainfelder Polizeikommandant

Mit dem Pensionsantritt des Hainfelder Polizeikommandantens Karl Leitner-Grabner Anfang September (Die NÖN berichtete) hatte Berger interimistisch die Leitung der Dienstelle, die aus elf Beamten besteht, inne.

Mit Oktober wurde er von der Landespolizeidirektion zum neuen Kommandanten bestimmt, nicht zuletzt, weil er maßgeblich am Strategieaufbau auf der Hainfelder Dienststelle mitgewirkt hat.

„Damit erfüllt sich mein berufliches Karriereziel“, betont er zu seiner Beförderung. Auf seine bisherige Dienstzeit blickt er gerne zurück, auch wenn einige Ereignisse in dramatischer Erinnerung bleiben, so wie der Vierfachmord von Annaberg 2013. „An diesem Tag war ich direkt in Annaberg vor Ort, zu einem Zeitpunkt, wo man noch nicht wusste, wo sich der Täter befindet, nur, dass er schwer bewaffnet ist und skrupellos agiert.“

Andere Anekdoten verleihen ihm indes noch heute ein Schmunzeln, so wie ein nicht alltäglicher Anruf. „Es meldete jemand, dass eine Robbe in der Gölsen schwimmt. Bei einer Nachschau entpuppte sich diese als Biber.“ Berger tritt optimistisch an seine neue Aufgabe heran, wichtig ist ihm gutes Einvernehmen mit seinem Team.

„Ein Chef ist nur so gut wie seine Mannschaft“, betont er daher. Ebenso bedeutend ist eine starke Familie im Hintergrund. Diese hat er mit Gattin Petra und seinen Söhnen Marc und Kevin gefunden. Letzterer hat auch die Exekutivlaufbahn eingeschlagen.