Suche nach vermissten Tourengehern blieb erfolglos. Die Suche nach zwei seit Samstag bei Hohenberg (Bezirk Lilienfeld) vermissten Tourengehern hat auch am Montag erfolglos geendet. Im Gegensatz zum Vortag war der Einsatz von Hubschraubern aufgrund schlechter Sichtverhältnisse nicht möglich, sagte Michael Hochgerner von der Alpinpolizei. Die Suche wird am Dienstag nicht fortgesetzt.

Von APA Red. Erstellt am 07. Januar 2019 (16:11)
Klaus Gravogel
Einsatzleitung: Robert Salzer, Bernd Ebner (Polizei), Jürgen Schwarz und Hannes Kurz.

"Aufgrund der Gefahrensituation können wir einen Einsatz nicht verantworten. Das Letzte, was wir wollen, ist ein toter Retter", teilte Hochgerner nach einer Entscheidung der Einsatzleitung mit. Am Dienstag soll eine neue Bewertung der Lage stattfinden. "Sobald es die Verhältnisse zulassen, werden wir die Suchaktion fortsetzen." Weil sich vor allem die Lawinengefahr im Suchgebiet weiter erhöhen soll, werde dies aber erst am Mittwoch der Fall sein, sagte Hochgerner. Ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres wurde in Betracht gezogen.

Am Montag standen rund 40 Mitglieder der Bergrettung, drei Alpinpolizisten und zwei Hundeführer ab etwa 8.00 Uhr über den Landweg im Einsatz. Unterstützt wurden sie von zwei Experten des Lawinenwarndienstes Niederösterreich. Neben Schneefall machte den Helfern Nebel zu schaffen. Die Lawinengefahr war Hochgerner zufolge "erheblich bis groß".

Die Suche konzentrierte sich auf den Bereich des Hohenberger Gschwendts sowie des Türnitzer Högers. Das Wetterfenster für einen Hubschraubereinsatz, das laut Prognose zwischen 13.00 und 15.00 Uhr aufgehen hätte können, blieb aus. "Das hat sich leider nicht bewahrheitet", sagte Hochgerner. In Hohenberg eingetroffene Angehörige der vermissten Männer wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Die beiden Tourengeher aus dem Bezirk Krems - ein 58-Jähriger aus Krustetten und ein 54-Jähriger aus Oberbergern - waren am Samstagabend abgängig gemeldet worden. Bei den Vermissten handelt es sich nach Angaben der Alpinpolizei um im Gelände versierte Wintersportler. Bei der groß angelegten Suche am Sonntag waren neben Bergrettung und Alpinpolizei auch zwei Hubschrauber des Innenministeriums im Einsatz gestanden.

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