Sanierung beendet: Bessere Akustik im "Musiker-Heim". Rund 500 Stunden haben Musiker in Neugestaltung ihres Vereinshauses ehrenamtlich investiert.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 30. September 2017 (05:37)
Der Musikverein Hohenberg präsentierte am Sonntag – natürlich musikalisch – sein frisch renoviertes Musikerheim.
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„Es war dringend an der Zeit, unser Heim zu modernisieren“, sagt Kapellmeister Martin Köstinger. Am Sonntag präsentierte der Musikverein Hohenberg stolz sein „neues“ Heim.

„Wir haben dafür rund 500 Stunden Eigenleistung aufgebracht“, berichtet der Kapellmeister. Anfang der 1970er-Jahre wurde das Gebäude von den Musikern selbst errichtet. Seit Herbst des Vorjahres stand der aufwendige Umbau am Programm.

Fokus auf Verbesserung der Akkustik

„Im Fokus war die Verbesserung der Akustik im Probenraum“, erklärt Köstinger. Dafür wurde eigens eine Spezialfirma für Akustik in Anspruch genommen. Die Wände wurden verkleidet, ebenso stand der Einzug einer Akustikdecke an.

„Jetzt kann man sich beim Spielen gegenseitig hören, ohne dass dabei ein störender Hall entsteht“, erläutert der Musiker weiter, dass dadurch die Spielqualität gehoben wurde. Weiters wurden neue Fenster montiert und der Gemeinschaftsraum mit neuen Möbeln und einer Theke umgestaltet. Auch die Elektrik im Gebäude wurde neu verlegt.

„Wir haben einfach auf der Baustelle weitergeprobt. Das war ganz schön abenteuerlich.“ Martin Köstinger, Kapellmeister, zum Umbau

Ein Punkt der Sanierung betraf die Einrichtung eines Archivraums für die Noten. „Zuvor waren diese an verschiedenen Stellen gelagert. Jetzt ist alles schön ordentlich sortiert“, nennt er eine weitere Verbesserung.

Mit dem Ergebnis ist man „überaus zufrieden“. Was Köstinger auch freut, ist, dass trotz Baustelle „keine einzige Probe ausgefallen ist und die Kapelle trotz der vielen Arbeit nichts an musikalischer Qualität eingebüßt hat“. Köstinger schmunzelt: „Wir haben einfach auf der Baustelle weitergeprobt. Das war ganz schön abenteuerlich.“

Der Verein hat übrigens derzeit 40 Mitglieder und mehrere hundert Förderer.