Mehr Schutz vor Flut als Ziel. Land und Bund stellen 180.000 Euro für Hohenberg und St. Aegyd zur Verfügung.

Von Markus Zauner. Erstellt am 09. August 2019 (03:16)
NLK Filzwieser
Verkündeten die Gefahrenzonenplanung für Hohenberg und St. Aegyd: Landeshauptfrau-Vize Stephan Pernkopf und Bundesratspräsident Karl Bader (v. l.).

Das Land sagt den Hochwasserproblemen im südlichen Bereich von Hohenberg den Kampf an. Für ein Gesamthochwasserschutzkonzept sei die Erstellung einer übergeordneten Planung und Abflussuntersuchung erforderlich, verlautet aus dem Büro von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Ähnlich fällt der Befund für St. Aegyd aus.

„Da es auch im Bereich von St. Aegyd keine Überflutungsflächen gibt und die vorhandenen hydraulischen Berechnungen inkonsistente, ältere Stände aufweisen, sollte nun eine durchgehende, aktuelle hydraulische Berechnung in Form einer Gefahrenzonenplanung durchgeführt werden“, heißt es aus dem Pernkopf-Büro. Die Finanzierung derselben sei nun gesichert, das Land Niederösterreich und der Bund stellen zusammen 180.000 Euro zur Verfügung, bestätigt Pernkopf. Die Umsetzung der Gefahrenzonenplanungen für Hohenberg und St. Aegyd ist in den Jahren 2019 bis 2021 geplant.

„Wir erhoffen uns durch dieses Projekt neue Erkenntnisse, die es uns möglich machen werden, Hohenberg und St. Aegyd besser vor Hochwasserereignissen zu schützen. Zuletzt kam es 2014 zu Schäden von rund 200.000 Euro“, betont Pernkopf. Das Land Niederösterreich habe sich daher zum Ziel gesetzt, Gemeinden gegen die Wassermassen zu schützen, sagt der Landeshauptfrau-Vize und verweist auf die aktuellen Zahlen: „Seit dem Jahr 2002 wurde in Niederösterreich über eine Milliarde Euro in den Hochwasserschutz investiert.“

NÖN
Die Umsetzung der Gefahrenzonenplanungen für Hohenberg und St. Aegyd ist in den Jahren 2019 bis 2021 geplant.

In den heimischen Gemeindestuben freut man sich. „Die Neuvermessung der Traisen ist wichtig für uns“, sagt Bürgermeister Heinz Preus. Er könne die Gefahrenzonenplanung daher „nur befürworten“ und sehe seine Bemühungen in diese Richtung auf fruchtbaren Boden gefallen. 2014 habe es auf Hohenberger Gemeindegebiet als Hochwasserfolge Ausschwemmungen im Bereich des Radweges gegeben, erinnert Preus.

„Die Neuvermessung der Traisen ist wichtig für uns“

St. Aegyds Bürgermeister Karl Oysmüller betont: „Grundsätzlich sind wir in der glücklichen Lage, eigentlich kaum von Hochwasserschäden betroffen zu sein. Auch bei der letzten Katastrophe gab es nicht wirklich nennenswerte Schäden.“

Einem Gefahrenzonenplan stehe er aber trotzdem positiv gegenüber. „Ich erwarte mir, daraus brauchbare Erkenntnisse für unsere Gemeinde zu gewinnen — etwa Gefährdungszonen zu erkennen oder die benötigte Durchflussgröße bei Brückensanierungen zu erfahren“, erklärt der Ortschef auf NÖN-Anfrage.