Neues Projekt zum KZ-Lager in St. Aegyd. Initiative will Geschichte des früheren Außenlagers am St. Aegyder KZ-Friedhof sichtbar machen.

Von Markus Zauner. Erstellt am 12. März 2020 (03:22)
Obmann Christian Rabl, Karl Bader, Waltraud Zöchling, Nathalie Kraft, Albert Pitterle, Elisabeth Schmidt-Wonisch, Hannelore Baumann, Johanna Eder und Christian Pomberger (von links) bei der planmäßigen Generalversammlung, in der auch das Projekt „Informationstafeln“ Thema war.
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Vor zehn Jahren, am 1. März 2010, wurde die Gedenkinitiative KZ-Außenlager St. Aegyd (GISTA) aus der Taufe gehoben. Passend zum Jubiläum verkündet Obmann Christian Rabl ein spezielles Projekt: „Es ist aus unserer Sicht höchste Zeit, dass die Geschichte des St. Aegyder Außenlagers auch direkt vor Ort am KZ-Friedhof durch Informationstafeln sichtbar gemacht wird.“ Diesbezüglich hat Rabl auch schon Gespräche mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie dem Mauthausen Komitee Österreich aufgenommen.

Rabl: „Wir wollen qualitätsvolle Arbeit“

Idealerweise sollen die Info-Tafeln bis zur nächsten Gedenkfeier am 23. April fertig sein, wobei das auch vom Projektfortgang in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen abhänge. „Wir wollen eine qualitätsvolle Arbeit und keinen Schnellschuss. Im Zweifelsfall werden die Infotafeln etwas später fertig, sind dafür ausgereift sowie inhaltlich und vom Layout her hochwertig“, unterstreicht der langjährige GISTA-Obmann, der (siehe Info-Box) soeben frisch im Amt bestätigt wurde.

Erste Vorstellungen, wie die Thematik aufbereitet werden soll, gibt es bereits. „Es wird jedenfalls eine direkte inhaltliche Bezugnahme auf den KZ-Komplex Mauthausen geben, also auf die Tatsache, dass das KZ Mauthausen in ganz Österreich an über 40 Orten zu finden war. Ansonsten wird der Schwerpunkt sicher eher auf der konkreten Geschichte des KZ-Außenlagers St. Aegyd liegen“, kündigt Rabl an. Nachgeschichte und Entwicklung der Gedenkkultur könnten auf den Informationstafeln ebenfalls Platz finden.