Pumptrack als neue Attraktion in St. Veit

St. Veit investiert 85.000 Euro in Rad-Strecke. Sie ist als erster Schritt für ein Freizeitzentrum gedacht.

Markus Zauner
Markus Zauner Erstellt am 07. Juli 2021 | 04:37
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Vizebürgermeister Christian Fischer (r.) dankt Gerald Sulzer (l.), dem Ideengeber des Pumptracks, für seine Initiative. Im Bild mit Gemeindemitarbeiterin Anna-Lena Kogler beim Lokalaugenschein am alten Skaterplatz, wo der Pumptrack entstehen soll. : privat
Foto: Privat

Zwei Fliegen mit einer Klappe soll ein nun fixiertes Großvorhaben schlagen – die Reaktivierung eines derzeit kaum genutzten Grundstücks und die Schaffung eines generationenübergreifenden Freizeitangebotes. 85.000 Euro nimmt die Marktgemeinde St. Veit als Projektträger und alleiniger Erhalter in die Hand, um am alten Skaterplatz-Areal, direkt beim Triestingtal-Gölsental-Radweg, auf etwa 1.000 Quadratmetern Fläche einen Pumptrack zu errichten.

Die neue Freizeiteinrichtung soll mit Fahrrädern, Skateboards, Mini-Rollern, Laufrädern, Inline-Skates und sogar Rollstühlen befahren werden können – also mit allem, was Räder hat, aber nicht motorisiert ist.

Die Fertigstellung ist bis Herbst 2021 geplant, für die Großinvestition wurde der Gemeinde eine 70-prozentige Förderung über die Leader-Region zugesagt. Ansuchen möchte St. Veit auch um eine Sportstätten-Subvention.

Pumptrack Reingers
Nach dem Vorbild von Reingers im Waldviertel soll der Pumptrack in St. Veit entstehen.
Privat

„Die Anlage wird jederzeit für jedermann gratis nutzbar sein – für alle Generationen“, kündigt Bürgermeister Johann Gastegger an. Demnach ist vorgesehen, den Pumptrack in zwei Streckenabschnitte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu unterteilen. Vizebürgermeister Christian Fischer ergänzt: „Dieses Projekt fördert die Motorik, die Beweglichkeit, die Geschicklichkeit, die Koordination, die Balance und die Ausdauer. Es hält Menschen jedes Alters gesund und fit.“ Ziel sei nicht die Schaffung einer reinen Sportstätte, sondern die Installierung eines Zentrums für Bewegung, Fitness, Kommunikation, Spaß und Freude – eines Treffpunktes für ein Miteinander von Jung und Alt.

Gespräche wurden laut Gemeindespitze auch schon mit umliegenden Kommunen, insbesondere den Schulgemeinden, geführt. Sie sollen den Pumptrack nach Rücksprache ebenso gratis mitbenutzen und so für Schul-, Kinder- und Vereinsgruppen anbieten können. Denn der Vizeortschef weiß: „Auf spielerische Art können die Kinder hier ihre Fahrtechnik verbessern. Somit ist unser Projekt das erste Fahrsicherheitszentrum im Bezirk.“

Motorikpark, Chillen und Bademöglichkeit folgen

Eine Bereicherung sei die neue Attraktion zudem für die Nutzer des Triestingtal-Gölsental-Radweges. „Radler können den Pumptrack als aufregendes Erlebnis oder als gemütlichen Zwischenstopp mit den Sitzgelegenheiten nutzen“, betont Fischer. Und: Gastronomie, Freizeiteinrichtungen – wie zum Beispiel die umliegenden Freibäder und der Kletterpark „Seil und Bogen“ – sowie die Beherbergungsbetriebe würden ebenso ihren Nutzen aus diesem Projekt ziehen.

Der Pumptrack ist als erster Schritt zur Installierung eines Freizeitzentrums in St. Veit gedacht. In diesem Rahmen soll 2022 nach Auskunft Fischers die Errichtung eines Motorikparks, einer Bademöglichkeit mit direktem Zugang zur Gölsen, einer Chill-out-Area und eines Basketballplatzes folgen – mit überschaubarem Kostenaufwand. So sei etwa angedacht, dass der Motorikpark im Rahmen des Projektmarathons der Landjugend entsteht, verrät der Vizeortschef.

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