So geht es Lilienfelds Ortschef Labenbacher bei der Reha

Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher (69) befindet sich bis Dezember in Bad Schallerbach: Der NÖN schildert er seinen Gesundheitszustand.

Erstellt am 20. November 2021 | 05:16
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„Nach Mitteilung von Ärzten und Bekannten, die diese Erfahrung schon durchgemacht haben, ist nicht davon auszugehen, dass nach vier Wochen Reha wieder alles wie vorher ist“, weiß Wolfgang Labenbacher.
Foto: NÖN

Vor knapp eineinhalb Monaten haben Sie einen Herzinfarkt erlitten und bekamen zwei Stents eingesetzt. Wie geht es Ihnen aktuell gesundheitlich?

Wolfgang Labenbacher: Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich merke aber, dass ich nicht besonders leistungsfähig bin. Die Pause für die körperliche Betätigung von insgesamt fast acht Wochen zeigt Wirkung.

Plan ist, dass ich nach der Reha meine Tätigkeit wieder aufnehme. Allerdings mit der Einschränkung, nicht gleich wieder mit mehr als 100 Prozent Einsatz zu agieren.“ Wolfgang labenbacher Lilienfelder Bürgermeister

Sie sind seit 9. November im Rehabilitationszentrum Austria in Bad Schallerbach. Wie schaut Ihr Tagesprogramm aus?

Diese Einrichtung ist unter anderem auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert. Gerade am Beginn der Rehabilitation merke ich bei den Trainingseinheiten, dass ich in den nächsten Wochen viel zu tun haben werde, um wieder halbwegs fit zu werden. Meine Trainingsherzfrequenz wurde mit 110 festgesetzt. Das beruhigt mich, denn nun weiß ich, in welchem Bereich ich trainieren soll und wie weit ich mit der Belastung gehen darf. Die Therapien sind vielfältig, aber das Hauptaugenmerk liegt im Ausdauerbereich. Beim Krafttraining sind Geräte und Maschinen gegeben, die für mich etwas ganz Neues sind. Jedes Gerät wird individuell angepasst und die Einstellungen werden personalisiert gespeichert, sodass bei der nächsten Einheit sofort mit den persönlichen Werten trainiert werden kann.

Wie lange dauert die Reha?

Ich habe vier Wochen verordnet bekommen. Da gilt es, sich durchzubeißen.

Derzeit führt wieder Vizeortschef Manuel Aichberger die Amtsgeschäfte. Können beziehungsweise werden Sie ihn von der Reha aus unterstützen oder konzentrieren Sie sich voll auf Ihre Genesung?

Vizebürgermeister Aichberger führt jetzt auch wieder die Amtsgeschäfte. Es ist für mich sehr beruhigend zu wissen, dass die Vertretung bestens aufgestellt ist, verlässlich arbeitet und die Gemeinde funktioniert. Den Voranschlag für 2022 haben wir im Wesentlichen vorbesprochen und die Grundlagen dazu festgelegt. Das Arbeitsprogramm und die Schwerpunkte für 2022 sind gegeben.

Wie schauen Ihre Pläne nach der Rückkehr im Dezember aus?

Nach Mitteilung von Ärzten und Bekannten, die diese Erfahrung schon durchgemacht haben, ist nicht davon auszugehen, dass nach vier Wochen Reha wieder alles wie vorher ist. Das braucht eine längere Zeit und die werde ich mir nehmen müssen. Mein Plan ist daher, dass ich nach der Reha meine Tätigkeit wieder aufnehme. Allerdings mit der Einschränkung, nicht gleich wieder mit mehr als 100 Prozent Einsatz zu agieren. Für die tägliche Bewegung werde ich in Zukunft verlässlich sorgen.