Weniger Lärm für die „Georg Fischer“-Anrainer. Neues Kupolofendach, Klimaanlage und Maßnahmen für den Klimaschutz. Georg Fischer investierte vier Millionen Euro.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 31. Oktober 2017 (05:42)
NOEN, Wohlmann
Unter der Federführung von Geschäftsführer Bernhard Dichtl setzte die Firma Georg Fischer Fittings viele Maßnahmen zu einer Verbesserung der Bedingungen für Mitarbeiter wie auch Anrainer.

„In den letzten Jahren wurden wir in der Nacht immer wieder durch lautes Hämmern geweckt. Das ist jetzt weit besser geworden“, freut sich eine Bürgerin, deren Grundstück an die Firma Georg Fischer Fittings angrenzt.

Seit rund zwei Jahren führt das Unternehmen einen regelmäßigen Dialog mit den Anrainern, nachdem diese ihren Unmut über Lärm durch diverse Arbeiten am Firmengelände kund getan hatten.

Unternehmen steht im regelmäßigen Dialog mit Anrainern

Geschäftsführer Bernhard Dichtl zeigte sich kooperativ, hatte stets ein offenes Ohr für die Kritik und setzte auch kostenintensive Maßnahmen, die nicht nur zur Modernisierung des metallverarbeitenden Unternehmens beitrugen, sondern zugleich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sowie eine Verringerung des Lärmaustausches bewirkten.

Im Zuge des jüngsten Anrainerdialogs stellte Geschäftsführer Dichtl den Anrainern die Investitionen genau vor, die in den vergangenen zwei Jahren rund vier Millionen Euro ausmachten und auch im nächsten Jahr lärmreduzierende und umweltschutzfördernde Maßnahmen in der Höhe von rund zwei Millionen beinhalten.

„Hauptlärmquelle ist der Schrottplatz. Dieser wird trassenseitig mit einer neuen Fassade geschlossen.“ Bernhard Dichtl, Geschäftsführer

„Wir haben über den Sommer ein neues Kupolofendach errichtet sowie zeitgleich die Kühlstrecke erneuert. Damit sollte jetzt das für einige Nachbarn deutliche hörbare Quietschen verschwunden sein“, berichtet er. Einige Anrainer klagten indes über wiederkehrende Klopf- und Hammergeräusche zu später Nacht- oder früher Morgenstunde, die sichtlich von Menschenhand und nicht von einer Maschine herrührten.

Neue Klimaanlagen für Arbeitshallen

„Da es im Sommer für Metallarbeiter in ihren Arbeitshallen extrem heiß wird, hatten diese sichtlich die Fenster geöffnet. Dadurch waren die Arbeiten so stark zu hören“, erklärt Dichtl und verweist auf eine neue Klimaanlage, die nun für bessere Arbeitsbedingungen in geschlossenen Räumen sorgt.

Auch im Bereich Umweltschutz hat sich einiges getan. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitsinitiative wurde ein dreckverursachender Nassentstauber durch einen Trockenfilter ersetzt, bis Herbst 2018 werden zwei weitere Entstauber erneuert. Ebenso wurde ein Silo zum Sammeln von Filterstaub installiert. Der Abfall kann dadurch im Jahr um 2.100 Tonnen reduziert werden. Auch wurden „hässliche Container“, wie ein Anrainer dies kritisiert hatte, im Eingangsbereich entfernt. Beim Parkplatz wurden Bäume gepflanzt.

Weitere Maßnahmen sind geplant

Ganz glücklich sind die Nachbarn aber immer noch nicht. „Der Lärm schallt bis in die Gärten“, meinte eine Anrainerin. „Hauptlärmquelle ist der Schrottplatz. Dieser wird trassenseitig mit einer Fassade geschlossen“, sagt Dichtl.

Ebenso wird das Dach der Temperofenhalle erneuert und ein Rückführband mit einer Einhausung versehen. Auch möchte er dafür sorgen, dass das Entleeren der Schlacken nicht mehr in der Nacht durchgeführt wird.