50 Jahre Göller-Lifte. Kleines Skigebiet gilt als Geheimtipp für Boarder und Skifahrer und verfügt über den längsten Schlepplift Niederösterreichs.

Von Gabi Zeller. Erstellt am 01. Februar 2017 (14:30)
NOEN, Zeller
Mit zahlreichen Ehrengeschenken, darunter der Marktgemeinde St. Aegyd sowie des örtlichen Elternvereins, wurde Siegfried Podopnik (r.), im Bild mit Neffen Herbert Fuchs (l.), für sein jahrzehntelanges Wirken gedankt.

Einen runden Geburtstag feiern in dieser Saison die Göller-Lifte am Gscheid. Bereits seit fünf Jahrzehnten schätzen Wintersportler aus ganz Niederösterreich das kleine, aber feine Skigebiet im hinteren Traisental, welches in weniger als einer Autostunde von St. Pölten erreichbar ist und als Geheimtipp für Boarder und Skifahrer gilt.

Ein Geheimtipp für Skifans

Drei Skilifte, darunter der längste Schlepplift Niederösterreichs, sorgen für eine rasche Aufstiegshilfe. Für die jüngsten Besucher steht für erste Kurven im Schnee ein kostenloser Kinderlift bereit. „Unsere Abfahrten sind über zwei Kilometer lang, ohne Forststraßen, auf reinem Naturschnee und eignen sich sowohl für Familien wie auch aufgrund der Geländegegebenheiten für Könner“, sagt Liftbetreiber Siegfried Podopnik, welcher selbst in seiner Jugend als exzellenter Skiläufer galt und dreimal den NÖ Landesmeistertitel errang. Mit seinem Team sorgt der nun 80-Jährige immer noch mit großem Esprit für stets bestens präparierte Pisten.

"Alles geschah in Eigenregie, es wurde dazu kein Cent Fördergeld verwendet“

„Im Jahr 1967 wurde der erste Lift gebaut, 1980 der längste Schlepplift Niederösterreichs mit 1.300 Metern Länge, 2003 folgte ein dritter Lift im oberen Pistenbereich sowie ein Kinderlift. Es war nicht immer einfach. Unter anderem mussten wir erst den Wald roden und aus diesem eine Piste schlagen, mit der Schubraupe planieren oder auch Sprengungen durchführen. All das geschah in Eigenregie, es wurde dazu kein Cent Fördergeld verwendet“, erzählt Podopnik.

Und: „Natürlich hatten wir in all den Jahren auch mit schneearmen Winter zu kämpfen, aber von den fünf Saisonen, wo wir keinen Liftbetrieb hatten, fallen drei in die letzten zehn Jahre. Heuer sind wir bis jetzt sehr zufrieden und hoffen, dass es weiterhin kalt bleibt“, ergänzt Podopnik.

Apropos kalt: Wer einen Einkehrschwung wagen möchte, ist in der Skihütte der Familie Pfannhauser am Fuße der Pisten bestens bedient. Bereits die dritte Generation der Grundeigentümer sorgt mit warmen Speisen und Getränkten umsichtig für das leibliche Wohl der Skifahrer. Und auch das eine oder andere Plauscherl oder Schnäpschen beim Ankauf einer Liftkarte oder beim Passieren der Lifthütte unterstreicht die persönliche Note der Göller-Lifte.

„Für unsere Gemeinde ist das Skigebiet am Gscheid sehr wichtig, da es für Jung und Alt geeignet und schnell erreichbar ist sowie von vielen auswärtigen Gästen sehr geschätzt wird“, dankt Bürgermeister Rudolf Pfeffer Liftbetreiber Siegfried Podopnik für seinen unermüdlichen Einsatz.