„Araburg zum Anfassen“ als Museum der anderen Art. Noch mehr soll Besuchern Vergangenheit des Kaumberger Wahrzeichens auf interaktive Weise vermittelt werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. September 2019 (04:16)
Noch vor dem Umbau des ehemaligen Pferdestalls (vorne) entstand diese Luftaufnahme der Araburg.
NOEN, Karl Greimel

Im Zuge der Attraktivierung der Araburg wird derzeit nicht nur der ehemalige Pferdestall zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum aus Holz und Glas umgebaut, sondern auch ein erweitertes Kulturvermittlungskonzept entwickelt.

„Wir wollen nicht Mittelalter vorspielen, unsere Szenarien sollen historisch korrekt sein“, sagt Christine Dworschak vom zuständigen Arbeitskreis. Zehn Freiwillige engagieren sich bei der Errichtung eines modernen Museumssystems im Torturm und Knappentrakt des Kaumberger Wahrzeichens. Historiker der Wiener Gruppe „IG 14“ stellen dabei ihr Wissen über die Vergangenheit zur Verfügung.

„Geschichte zum Anfassen“ lautet die Grundidee der Bestrebungen, aufgezeigt soll vor allem das alltägliche Leben der Burg-Knechtschaft werden. So können sich künftig die Besucher in der von den ehrenamtlichen Helfern original nachgebauten Küche mit dem passenden Geschirr in der Zubereitung von Speisen von anno dazumal üben. Leihgaben beziehungsweise Gegenstände aus den eigenen Beständen, wie Schaurüstungen, werden das Ambiente vervollständigen. Wert wird zudem auf entsprechende Kleidung gelegt, die selbst genäht wird. Zurückgegriffen auf neueste Technologie wird hingegen bei drei „sprechenden Bildern“ von Burgherrn. Fertig gestellt sollen die Maßnahmen bis zum Sommer 2020 sein.

Sich aktiv beteiligen und vieles über die Araburg erfahren können Kinder indes schon jetzt bei dem seit dem Vorjahr laufenden Führungen für Schulen.