Kultur-Erbe bei Triestingtal-Vereinsallianz im Fokus. Araburg, Klein-Mariazell und Neuhaus möchten touristische Marke kreieren.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 11. Juli 2020 (06:05)
Das Kaumberger Wahrzeichen ist die Araburg, die mit Museumstrakt und Saal erweitert wurde.
Krizanic-Fallmann

Die Denkmalpflege und Kultur im Oberen Triestingtal in ihrer Vielfalt zu bewahren sowie durch verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeit mehr näher bringen, hat sich eine neue Kooperation auf die Fahnen geheftet. Die Vereine „Freunde der Araburg“, „Burg Neuhaus“ und „Klein-Mariazell – Mariazell im Wienerwald“ möchten künftig enger zusammenarbeiten.

„Geschaffen soll eine eigene Marke für den Auftritt und damit auch der sanfte Tourismus mit Wandern forciert werden“, berichtet der Kaumberger Vizebürgermeister Alfred Brandtner, der Obmann des Vereins „Freunde der Araburg“ ist.

Die Region Mariazell im Wienerwald wurde über die Jahrhunderte vom Einfluss des Benediktinerklosters in Klein-Mariazell geprägt. Mit einbezogen in die Runde wird zudem St. Corona am Schöpfl. Unter die Zielgruppe der Besucher fallen genauso Urlauber aus Deutschland, weist Alfred Brandtner hin.

Statt Georgsfest im Juli nur eine „Belebung“

Neben Aktivitäten in den Bereichen Regionsmarketing, Planung von Veranstaltungen sowie Werbung sind vierteljährlich stattfindende Kulturstammtische vorgesehen. „Diese werden jedes Mal in einer anderen Gemeinde der Region stattfinden“, sagt Präsident Thomas Aigner von „Mariazell im Wienerwald“. Laut Thomas Aigner wird es um Fragen der Geschichte, des kulturellen Erbes und des Umgangs damit gehen.

Der erste Kultur-Stammtisch widmet sich am Freitag in Klein-Mariazell dem Thema „Die Anfänge der Besiedlung des oberen Triestingtals im 12./13.Jh. – Neue Erkenntnisse zur Geschichte der Araburg“. Das Kaumberger Wahrzeichen an der Via Sacra und Klein-Mariazell am Wiener Wallfahrerweg haben gemeinsame mittelalterliche Wurzeln. Sie gehörten damals zur Steiermark. „Nachforschungen über die Arberger haben das ergeben“, erzählt der Kaumberger Vizebürgermeister.

„Sehr zufrieden“ ist Alfred Brandtner indes über die Annahme der Modernisierungen auf der Araburg. Diese wurde um ein interaktives Museum und einen Veranstaltungstrakt erweitert. Rund 1.700 Besucher wurden seit der Öffnung Mitte Mai gezählt. Wegen Corona findet aber das Georgsfest heuer nicht in der gewohnten Form statt. Vorgesehen ist vom Verein nur eine „größere Belebung“ am 25. und 26. Juli.