Öffentlichkeitsarbeit: „Kein Tag ist wie der andere“. Harald Sörös wechselte vom Streifendienst in die Öffentlichkeitsarbeit. „Eine große Verantwortung“, so der 30-Jährige.

Erstellt am 01. Juni 2017 (04:53)
NOEN, privat
Als „Sprachrohr für über 8.500 Wiener Polizistinnen und Polizisten nach außen“ bezeichnet sich Pressesprecher Harald Sörös.

Durch und durch Kaumberger ist Harald Sörös, seit 2010 auch als ÖVP-Mandatar tätig, mittlerweile geschäftsführender Gemeinderat und Vorsitzender im Ausschuss für Zivilschutz, Gesundheit sowie Rettungswesen.

Wie andere Einheimische arbeitet er in Wien. 2012 hat der 30-Jährige bei der Polizei begonnen. „Die letzten dreieinhalb Jahre war ich im Streifendienst im 12. Wiener Gemeindebezirk in der Polizeiinspektion Hufelandgasse und dabei mit einem breiten Spektrum an Aufgaben befasst“, erzählt Sörös. 5.254 strafrechtliche Delikte wurden 2016 in Meidling angezeigt, das ist laut Sörös einer der höchsten Werte in ganz Österreich.

„Vorwiegend ging es um Suchtgiftdelikte, Körperverletzungen, Raufhandel, Gewalt in der Familie, Raub und Diebstähle“, zählt er auf, „es gab aber auch viele positive Erfahrungen, darunter Lebensrettungen von erkrankten Personen.“

Zwei weitere Kollegen sind aus dem Bezirk

Nun hat er den Job innerhalb der Exekutive gewechselt und ist einer von sechs Pressesprechern der Wiener Landespolizeidirektion, mit Büro am Schottenring. „Wir sind das Sprachrohr für über 8.500 Polizistinnen und Polizisten nach außen“, sagt Sörös. Was ist das Spannende an der neuen Funktion? „Als Polizei-Sprecher erhält man einen Gesamtüberblick über das Kriminalitätsgeschehen von Wien und von all den anderen Angelegenheiten, die die größte Sicherheitsbehörde Österreichs beschäftigt“, berichtet er. So bekomme man zum Beispiel Einblicke in das Waffenrecht, Versammlungsrecht bis hin zum Verfassungsschutz.

„Kein Tag ist wie der andere“, weiß Sörös. „Als Pressesprecher muss man jedes Wort auf die Waagschale legen, da man die gesamte Behörde vertritt und damit eine große Verantwortung hat, man arbeitet eng mit der Geschäftsleitung zusammen, aber auch mit den anderen Blaulichtorganisationen von Wien.“

Den fünfjährigen Streifendienst möchte der Kaumberger nicht missen. „Das war eine enorme Erfahrung für mich. Als Polizist in Wien lernt man die Stadt von einer ganz anderen – nicht immer schönen – Seite kennen und ist mit Dingen konfrontiert, die man in einem anderen Beruf nie sehen oder erfahren würde“, betont Sörös.

Eine Veränderung ist eine Weiterentwicklung

Zusätzlich war er ebenfalls als Mitglied der Einsatzeinheit Wien bei diversen Demonstrationen, Risiko-Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen, wie dem Wiener Akademikerball, dem Donauinselfest, dem Opernball, beim Bilderberg-Treffen in Tirol sowie im Zuge der Flüchtlingswelle an den Grenzen in Spielfeld und Nickelsdorf in Bereitschaft. Den Wechsel sieht er positiv. „Diese Veränderung ist eine Weiterentwicklung für mich, bei der ich die Möglichkeit habe, meine Talente und Fähigkeiten, die ich in meinem Studium erlernt habe, optimal einzusetzen“, meint der Bachelor in Produktmarketing und Projektmanagement und Master in International Marketing Management.

Vorstand des Büros für Öffentlichkeitsarbeit der Wiener Landespolizeidirektion, zu dem das Fachreferat Pressestelle gehört, ist übrigens Manfred Reinthaler, so wie Sörös geschäftsführender ÖVP-Gemeinderat in Kaumberg. Und einer der Pressesprecher-Kollegen ist Patrick Maierhofer aus Kleinzell.