Besondere Erfahrung für Christian Hafenecker. FP-Bezirkschef Christian Hafenecker stand bei den ukrainischen Parlamentswahlen als OSZE-Wahlbeobachter im Einsatz. Der NÖN schildert der Kaumberger seine Eindrücke.

Von Markus Zauner. Erstellt am 11. April 2019 (04:49)
privat
Die Nationalratsabgeordneten Reinhold Lopatka (VP) und Christian Hafenecker (FP, v. l.) beobachteten die Parlamentswahlen in der Ukraine.

Christian Hafenecker: Ich habe in meiner Funktion als OSZE-Ersatzmitglied an dieser Wahlbeobachtermission teilgenommen.

Wo waren Sie genau im Einsatz?
Hafenecker: Ich war in Odessa, der mit über einer Million Einwohnern bedeutendsten Hafenstadt der Ukraine, eingesetzt.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Gemeinsam mit Reinhold Lopatka hatte ich die Möglichkeit, 14 Wahllokale zu besuchen und bei einer Stimmenauszählung dabei zu sein. Unregelmäßigkeiten konnten wir dabei keine feststellen, aus unserer Sicht wurde alles korrekt und umsichtig abgehandelt. Insgesamt hat dieses krisen- und konfliktgebeutelte Land noch sehr viel aufzuarbeiten, wofür man den Ukrainern nur das Beste wünschen kann. Bemerkenswert war auch, dass bei der Volksabstimmung über den Status der Krim 2014 die Verwendung gläserner Wahlurnen vielerseits scharf kritisiert wurde, deren Verwendung bei diesen Parlamentswahlen aber offenbar niemanden gestört hat.

Gab es irgendwelche kritischen Momente für Sie?
Wirklich kritische Momente gab es nicht, der Besuch einer Tuberkulosestation war aber schon eine ganz besondere Erfahrung. Grundsätzlich sind Wahlen in einem Staat, in welchem seit 2014 ein anhaltender, bewaffneter Konflikt schwelt, von einem besonderen gesellschaftlichen Klima begleitet, welches für mich allerorts spürbar war.