Revierjäger entdeckte Waldbrand. Auf 1.000 Metern Seehöhe bekämpfte die Feuerwehr Kleinzell im Grenzgebiet zu Rohr im Gebirge eine sich ausbreitende Feuersbrunst.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 18. August 2019 (08:19)

Der Aufmerksamkeit eines Weidmannes ist es zu verdanken, dass die größere Ausbreitung einer Feuersbrunst im Forst rechtzeitig verhindert werden konnte.

Am Freitag wurde die Freiwillige Feuerwehr Kleinzell bereits zum dritten Mal in diesem Sommer zu einem Waldbrand alarmiert. Der Revierjäger im dortigen Forst des Stiftes Herzogenburg bemerkte einen kleinflächigen Waldbrand in Tiefenbach, einem Seitental des Gütenbaches, und informierte die Feuerwehr.

„Da von einem kleinen Schwelbrand im Unterholz ausgegangen wurde, ist der Brand als Flurbrand, also Alarmstufe B1, eingestuft worden. Daher wurde nur die Feuerwehr Kleinzell alarmiert“, schildert Feuerwehrmann Franz Schneeflock.

Die Anfahrt mit dem Tanklöschfahrzeug zum entlegenen Brandort dauerte vom Feuerwehrhaus dann doch rund 45 Minuten. Der Grund: „Der Brandherd lag auf etwa 1.000 Metern Seehöhe im Grenzgebiet zur Gemeinde Rohr im Gebirge, nur rund einem Kilometer Luftlinie vom Buchenschopf entfernt, wo erst Anfang Juli ein größerer Brandeinsatz war“, schildert Schneeflock weiter.

Als Ursache des Waldbrandes wird ein Blitzschlag durch ein Gewitter vor einigen Tagen vermutet. „Ohne die frühzeitige Entdeckung durch den Jäger hätte sich aber leicht ein großflächiger Waldbrand entwickeln können, der eine langwierige Bekämpfung erfordert hätte“, lobt er die Aufmerksamkeit des Weidmannes. Mit dem mitgeführten Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug war es möglich, die Feuersbrunst rechtzeitig zu löschen. Der entstandene Sachschaden ist laut Schneeflock gering.