Suchaktion endete mit Happy-End. Wiener Skitourengeher verirrten sich auf Kleinzeller Hinteralm. Bergrettung und Alpinpolizei brachten sie sicher ins Tal.

Von Gila Wohlmann. Update am 18. Januar 2021 (13:24)

„Zweifellos wurde den Tourengehern durch den Einsatz der Bergrettung und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei das Leben gerettet!“ Davon ist Kleinzells Bergrettungsortsstellenleiter und Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner überzeugt.

Skitourengeher aus Wien brachen am Sonntag gegen 15 Uhr mit den Skiern zur Abfahrt von der Reisalpe über den Ebenwald in Richtung Kleinzell auf. Dabei verlor die Gruppe auf einer Seehöhe von rund 1.000 Metern die Orientierung. Bei einem rund 20 Meter hohen und teils senkrechten Abhang konnten sie nicht mehr weiter. Sie verständigten den Notruf, die Bergrettung Kleinzell brach mit fünf Kameraden zur Suche auf, ebenso unterstützten Beamte der Polizei St. Veit und der Alpinpolizei den Einsatz. Die Herausforderung für die Helfer war groß. „Das Gelände ist dort sehr steil, die Dunkelheit und Kälte, Absturz- und Lawinengefahr verschärften die Situation“, sagt Hochgerner.

Gegen 19.30 Uhr durften die Retter aufatmen: Sie erblickten die Vermissten. Die zwei Frauen und drei Männer waren unversehrt und wurden sicher ins Tal gebracht. Gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet.

Hochgerner appelliert als Bergretter und Leiter der Alpinpolizei, bei Skitouren neben adäquater Ausrüstung immer eine genaue Planung der Tour mit Beachtung der Schnee- und Wetterlage vorzunehmen. Auch der Zeitfaktor mit früh einkehrender Dunkelheit sei immer zu beachten.