Bei Lilienfeld läuft gar nichts. Claus Stumpfer über entzauberte Stiftstädter in der Krise.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. September 2014 (14:34)

Im Frühjahr war Erwin Martinetz der Shootingstar der Trainerszene. Die Lilienfelder, bei denen vorher nur wenig zusammengelaufen war, brachte der junge Coach zurück auf die Siegerstraße. Andere Teams begannen sich für den Jungtrainer zu interessieren, und Lilienfelds Obmann Gernot Edy machte das einzig Richtige, verlängerte frühzeitig seinen Vertrag.

Im Sommer wurde dann am Transfermarkt nochmals nachjustiert, und eigentlich wollten Martinetz und Co in dieser Saison auf den Titel losgehen. Doch irgendwie ging alles schief. Zuerst bekam man den Wunschstürmer von Sturm 19 doch nicht, dann fasste Morina gleich eine Sperre für vier Spiele aus und allmählich schlitterten die Bezirkshauptstädter in eine formidable Krise.

Vom Titel wird längst nicht mehr geredet, im Gegenteil: Nach sechs sieglosen Spielen muss man das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund nehmen. Sollte nächste Woche gegen Statzendorf — mit Rückkehrer Morina — nämlich nicht endlich der Befreiungsschlag gelingen, dann droht genau dieser.

So unwahrscheinlich der Erfolgslauf im Frühjahr war, so erklärungsbedürftig ist die Unform jetzt. Aber es gilt halt: „Wenn‘s läuft, dann läuft’s“. Und derzeit läuft es gar nicht.