An den feigen Schreiberling. Über den anonymen Brief an einen Gastronomen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 07. April 2021 (03:14)

„Ich kann von oben beobachten, dass viele hinten reingehen. Sie schenken sicher privat Getränke aus.“ Auszug aus dem anonymen Brief, der dem Traisner Gastronom Adam Yusef Adam ins Haus flatterte.

Der Schreiberling kündigt an, dass er die Polizei schicken werde. Mit der Warnung „Aufpassen!“ endet das mysteriöse Schriftstück. Der Pizzeria-Chef setzte via Facebook zum Gegenschlag an, veröffentlichte alle Angriffe. Jeder kann sich ein Bild machen, auch die Polizei. Diese war vor Ort. Adam hat damit kein Problem. Er will nichts verbergen, sein Lokal steht für den Speisen-Abholdienst offen.

Die Polizei macht auf behördlichen Auftrag sowieso Corona-Kontrollen. So hagelte es in einem anderen Lokal 30 Anzeigen. Wirt Adam gibt zu, dass bei ihm Leute durch die Hintertüre kommen. Diese ist ja Zutritt zu mehreren Wohnungen. Mieter gehen nun mal ein und aus. Ob darüber der Observateur Kenntnis hat? Falls nicht: „Besser aufpassen und keine feigen Drohbriefe schicken!“